
Mehr Hochwasserschutz?
Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser. Sobald sich alles normalisiert hat, tauscht der Kreis Steinfurt mit den betroffenen Städten und Gemeinden Erfahrungen aus und checkt, was für die Zukunft daraus zu lernen ist. Die Bezirksregierung auch, denn die ist für die Ems zuständig. Auch ohne Hellseherei: Dabei wird Hochwasserschutz zentrales Thema sein.
Veröffentlicht: Montag, 08.01.2024 16:32
Du fährst durch den Kreis Steinfurt und siehst immer noch Teile der Seenlandschaft vom Weihnachtshochwasser. Für Viele ist das noch lange nicht vorbei. Beim Canuclub Emsdetten, beispielsweise, geht es darum, was daraus zu lernen ist, sagt der Vorsitzende Thomas Pieper – auch, wenn der Canuclub von Anfang an immer einen Schritt schneller war als das Hochwasser.
Ein richtiger Notfallplan also. „Der Canuclub ist glimpflich davongekommen, weil er gut organisiert ist, top-engagierte Mitglieder hat und vom Leistungssport kommt,“ sagt Pieper. War ja auch nicht das erste Hochwasser. So waren von Anfang an immer genug Leute da und haben mit der Feuerwehr Hand in Hand gearbeitet.
Immerhin ist es mit gemeinsamen Kräften gelungen, die Boote und Anhänger rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Jetzt geht es daran, den eigenen Hochwasserschutz nochmal nachzubessern – der Canuclub liegt nun mal direkt an der Ems. Sechseinhalb Meter hoch ist die Ems am Gevener Pegel aktuell. Seit dem Weihnachtshochwasser ist das Wasser mehr als einen Meter zwanzig gesunken. Zeit für Aufräumarbeiten für alle, die mit Überschwemmungen zu tun hatten. Beim Canuclub Emsdetten, zum Beispiel, fängt jetzt auch die Zeit der Nachbetrachtung an, sagt Pieper.
Der Canuclub ist glimpflich davongekommen, weil sofort viele mit angepackt haben, um Schlimmeres zu verhindern. Die ersten Erkenntnisse gibt es auch schon, was jetzt zu tun ist, zum Beispiel das Pumpensystem verbessern. Darum geht es nach dem Aufräumen.
Soviel Glück hatten andere nicht – darum wird es bald auch gehen. Wir haben gefragt: Brauchen wir mehr Hochwasserschutz?




