
Homeoffice, Kurzarbeit, Kontaktbeschränkungen - die Corona-Zeit ist für manche Menschen der perfekte Anlass, sich ein Haustier anzuschaffen. Mehrere Tierheime in der Region bestätigen, dass die Nachfrage in der Pandemie zugenommen hat. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, denn für die Zeit nach der Krise besteht die Gefahr, dass viele dieser Tiere plötzlich viel Zeit alleine verbringen - oder wieder im Heim landen.
"Ein Tierheim ist kein Gebrauchtwagenladen"
Doris Hoffe leitet das Tierheim Münster. Ihr macht vor allem Sorgen, dass vielen neuen Haustierhalter*innen der Weitblick fehlt und vor allem größere Tier auf der Strecke bleiben, wenn die Corona-Zeit vorbei ist.
Ellen Stegemann vom Tierschutzverein Rheine erklärt, welche langfristigen Auswirkungen die erhöhte Nachfrage möglicherweise haben wird.
Keine professionelle Unterstützung
Nicht nur die Änderungen nach dem Ende der Pandemie sind ein Problem, sagt Kerstin Houben von der Hundeschule "Jovele-Pfoten" in Münster. Sie bemängelt, dass besonders bei Hundehalter*innen, die noch wenig Erfahrung haben, aktuell wichtige Angebote fehlen.