
Seit zweieinhalb Monaten gilt in der RADIO RST-Region und in ganz Deutschland die Maskenpflicht in Geschäften. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Glawe (CDU) hatte am Wochenende angekündigt, die Regel abzuschaffen. Am Abend (06.07.2020) kam dann die Nachricht aus Berlin: Bundesgesundheitsminister Spahn aus Ahaus und seine Kollegen in den Ländern haben sich darauf geeinigt, die Maskenpflicht beizubehalten. Zur Begründung hieß es, es dürfe nicht der falsche Eindruck entstehen, die Pandemie sei vorbei.
Pro und Contra bei den Händlern
Vorher gab es eine deutschlandweite Debatte darüber, ob das Masketragen in Geschäften noch notwendig ist. Denn in vielen Regionen ist die Zahl der Neuinfektionen weiter gering. Ein Argument, das auch die Vorsitzende des Handelsverbandes Osnabrück-Emsland, Mechthild Möllenkamp, verwendet.
Wenn die Zahl der Corona-Infektionen in einer Region steige, sei es nötig, die Maskenpflicht wieder einzuführen, sagt Möllenkamp. Andere Händler in der RADIO RST-Region sind eher zurückhaltend, was das Ende der Maskenpflicht angeht. Einer von ihnen ist Peter Althaus, der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Ibbenbüren. Dass das Virus nicht weg sei, zeige auch der Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh.
Auch Althaus sieht, dass seit Wochen weniger Menschen zum Shoppen in die Ibbenbürener Innenstadt kommen. Für ihn liegt das jedoch nicht an der Maskenpflicht, sondern an der Corona-Pandemie insgesamt. Die meisten Menschen seien weiter vorsichtig und kauften nur notwendige Dinge. Auf einen gemütlichen Einkaufsbummel würden viele noch verzichten.