
Seit Beginn der Corona-Krise ist klar: Es gibt zu wenig Atemschutzmasken und es kommen auch zu wenige nach. Die paar, die verfügbar sind, bekommen zuerst die, die sie am dringendsten brauchen: Ärzte, Pfleger und andere, die nah am Menschen arbeiten und so dazu beitragen, dass es in Deutschland weiter geht. Der Trend geht zur selbst genähten Maske.
Anleitungen kursieren schon seit Wochen
Schon seit Wochen kursieren Anleitungen für selbstgenähte Behelfsmasken. Nicole aus Emsdetten hat sich Ende März mit vielen anderen Frauen zusammen getan und die Gruppe "Wir helfen von Zuhause" gegründet. Und sie haben genäht, genäht, genäht...
Nicole und ihre Mitstreiterinnen hätten nie gedacht, was sie da ins Rollen bringen. Am meisten überrascht hat sie, wieviele irgendwie mithelfen wollten. Am letzten Samstag haben die Frauen auf dem Wochenmarkt in Emsdetten 2.400 Masken gegen eine Spende für das Hospiz "Haus Hannah" in Emsdetten abgegeben. Der Andrang war riesig.
Corona-Krise fördert alte Stärke der Menschen wieder zutage: füreinander da sein
Schon klar: Die Masken schützen einen selbst nicht vor Ansteckung, sagen die Experten. Dass man andere ansteckt, unterbinden sie dagegen schon. Gerade jetzt ist das wichtig, um Risiko-Gruppen wie ältere Menschen zu schützen und Patienten jeden Alters, die wegen einer Vorerkrankung anfälliger sind.
Die Nachfrage nach selbst genähten Schutzmasken wird so schnell nicht abreißen. Und solange welche gebraucht werden, rattern sie, die Nähmaschinen von Nicole aus Emsdetten und den vielen anderen Frauen bei "Wir helfen von zu Hause".



