
Letztes Jahr sind im Kreis Steinfurt 349 Fälle von Magen-Darm-Infektionen durch Salmonellen und Campylobacter gemeldet worden – ein Anstieg um 92 Fälle im Vergleich zu 2023. Besonders in den Sommermonaten steigt das Risiko, vor allem durch nicht durchgegartes Geflügelfleisch, das häufig als Übertragungsquelle dient. Die AOK NordWest betont, dass gründliche Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln eine effektive Schutzmaßnahme ist.
Hygiene schützt vor Infektionen
Salmonellen und Campylobacter sind die häufigsten Erreger bakterieller Durchfallerkrankungen. Sie können in rohen Eiern, Geflügel, Fleisch und Milchprodukten vorkommen. Um eine Ansteckung zu vermeiden, hilft es, folgende Hygieneregeln zu beachten:
- Hände waschen: Vor und nach dem Kontakt mit Lebensmitteln.
- Küchenutensilien reinigen: Schneidebretter, Messer und Teller nach Kontakt mit rohem Fleisch gründlich säubern.
- Tauwasser entsorgen: Gefrorene Produkte können Campylobacter enthalten. Tauwasser sofort wegschütten.
- Lebensmittel durchgaren: Besonders Geflügelfleisch sollte vollständig durchgebraten/gegrillt werden.
Gefahr für Risikogruppen
Ältere Menschen, Kinder und geschwächte Personen sind besonders gefährdet. Eine Infektion kann bei ihnen schwerer verlaufen und länger andauern. Symptome wie Fieber, Durchfall oder Erbrechen, die länger als zwei Tage anhalten, sollten ärztlich abgeklärt werden.