
Wo normalerweise ausschließlich Passagierflieger in Richtung Mallorca abheben, starten und landen jetzt zusätzlich Eurofighter. Es ist lauter als sonst am Flughafen Münster/Osnabrück. Denn dort läuft bis Freitag (10.10.) eine Übung der NATO-Luftwaffe. Dabei trainiert die deutsche Luftwaffe gemeinsam mit europäischen und transatlantischen Partnern für den Ernstfall, ganz konkret die Verteidigungsfähigkeit im Bündnisfall, also wenn ein Mitglied der NATO angegriffen wird.
Urlaubsflieger starten neben Eurofightern
Während der Übung soll der normale Flugbetrieb nicht gestört werden. Die Urlaubsflieger heben wie geplant ab. Nur daneben stehen eben noch drei bis vier Eurofighter. Eine Übung in diesem Umfang gebe es nicht alle Tage, wie Oberstleutnant Sebastian Fiedler erklärt:
"Wir wollen wirklich eine komplette Mission durchführen. [...] Mit vorbereiten, eine Luftkampfübung mit einplanen in einen unserer Übungslufträume, das durchfliegen und danach auch nachbesprechen. Das ist der Mehrwert an dieser Übung, dass es nicht nur Starts und Landungen sind, sondern wir das Programm komplett durchfahren."
Immer wieder gibt es auch kleinere Übungen, bei denen Starts und Landungen geübt werden.
Zivile Flughäfen wie der FMO im Ernstfall als Alternative
Die Luftwaffe trainiert mit «Richthofen Shield» wie dann die Zusammenarbeit mit zivilen Betreibern ablaufen kann. Denn im Zweifel sollen zivile Flughäfen als Alternative dienen. Für Dr. Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt und FMO-Aufsichtsratsvorsitzender ist die Übung sehr wichtig. Er beschreibt den FMO als "unverzichtbares Element zur Sicherung des Friedens in Europa".