
Wissenschaftler
Die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina hat diese Woche gefordert, die Feiertage und den Jahreswechsel für einen harten Lockdown zu nutzen. Ihre Idee: Zuerst gehen Kinder ab dem 14. Dezember nicht mehr zur Schule. Vom 24. Dezember bis mindestens zum 10. Januar ruht dann in ganz Deutschland das öffentliche Leben. Auch die Geschäfte schließen, bis auf die für den täglichen Bedarf.
Politiker
Kanzlerin Merkel setzt sich auch dafür ein, nach Weihnachten noch schärfe Beschränkungen einzuführen. Und auch sie ist für frühere Schulferien. Außerdem ruft sie dazu auf, dass wir schon jetzt unsere Kontakte noch einmal deutlich reduzieren. NRW-Ministerpräsident Laschet ist ebenfalls für einen harten Lockdown nach Weihnachten. Die Schäden für die Kinder und die Wirtschaft seien dann so gering, wie zu keiner anderen Zeit, meint er. Noch diese Woche sprechen die Kanzlerin und die Länderchefinnen und -chefs über die Maßnahmen.
Ärzte
Langsam doch stetig steigen die Fallzahlen, sagt Doktor Jana Schroeder, Virologin am Mathias-Spital Rheine. Ein Lockdown nach Weihnachten wäre zu spät, meint die Expertin.
Die Ferien zwei Tage früher beginnen zu lassen, bringt auch keinen großen Effekt.
Weihnachten mit der Familie feiern birgt schon Risiken. Silvester dann noch mit Freunden Party zu machen, davon rät die Virologin ab.
Wenn die Zahl der Infektion so hoch ist wie jetzt, verzeiht das Virus das nicht, sagt die Expertin. Deshalb ist es gerade vor Weihnachten wichtig, also bevor sich viele Menschen treffen, die Zahl zu senken.





