
In großen Teilen des Landkreises Osnabrück wird das Trinkwasser knapp, sagte ein Sprecher des Landkreises auf RADIO RST-Nachfrage. Das liege nicht nur an der Trockenheit in diesem Jahr. Die Trinkwasservorräte seien seit der langen Dürre im letzten Jahr noch nicht wieder aufgefüllt worden. Der Landkreis Osnabrück bezeichnet die aktuelle Lage als Stufe 2. Sollte es länger nicht regnet, kommt es zu Stufe 3. Dann kassieren die Ordnungsämter bei Wasserverschwendung Bußgelder. In Löhne und Bad Oeynhausen ist das bereits der Fall. Dort zahlen Verschwender bis zu 1.000 Euro.
Grundwasser oder Wasser aus Flüssen und Seen
Die Feuerwehr spart Trinkwasser, indem sie das Löschwasser aus nahegelegenen Gewässern holt oder Grundwasser nutzt. Grundwasser ist auch eine Option für Sportvereine, die ihre Fußball- oder Tennisplätze wässern. Ist das nicht möglich, fällt das Rasensprengen aus.
Für die Landwirte ist das Sparen von Trinkwasser schwierig, sagte ein Sprecher des Westfälischen Landwirtschaftsverbands in Münster auf RADIO RST-Nachfrage. Die Felder würden bei Bedarf mit Grundwasser oder Wasser aus anderen Quellen bewässert. Trinkwasser werde nur bei den Tieren verwendet, die das Wasser zum Leben brauchen.
Weitere Aufrufe zum Sparen
Der Landkreis Emsland und der Trinkwasserverband Tecklenburger Land hatten vergangene Woche ebenfalls zum Wassersparen aufgerufen. Eine weitere Verschärfung des Aufrufs wie im Landkreis Osnabrück sei dort nicht geplant, sagten Sprecher auf RADIO RST-Nachfrage.
Die Stadtwerke Rheine planen keinen Aufruf. Ein Sprecher sagte allerdings, man solle Trinkwasser mit Augenmaß verwenden. Die Stadtwerke Rheine hatten kürzlich noch Trinkwasser an den Trinkwasserverband in Schüttorf und Emsbüren geliefert.