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Lage auf den Intensivstationen
© Klinikum Osnabrück
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Lage auf den Intensivstationen

Die Corona-Notbremse zeigt in den Krankenhäusern in unserer Region noch keine deutliche Wirkung. Wir haben eine Übersicht.

Veröffentlicht: Dienstag, 04.05.2021 04:05

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78 der 86 Intensivbetten im Kreis Steinfurt sind derzeit belegt. 13 Patient:innen liegen wegen Corona auf der Intensivstation, vier von ihnen beatmet. Damit sind gut 15 Prozent der Intensivbetten im Kreis Steinfurt durch Corona-Kranke belegt. Bei insgesamt acht freien Intensivbetten kreisweit zeichnet sich noch keine Entspannung ab, wie andernorts. Grund zur Sorge ist das nicht: NRW-weit sind insgesamt 400 Betten frei, hieß es auf RADIO RST-Nachfrage bei der Uniklinik Münster. Die meisten Intensivbetten seien derzeit in Hamm und Köln belegt. Bei Bedarf würden Patient:innen per Hubschrauber oder Intensiv-Mobil verlegt.

Vom UKM Marienhospital in Steinfurt heißt es, die Auslastung der Intensivstation ist weiterhin hoch. Das Krankenhaus sieht noch keine spürbare Entlastung. Die Patient:innen, die aufgrund von Covid-19 in Steinfurt liegen, sind zwischen 50 und 70 Jahren alt. Im Vergleich zur ersten Welle sind sie damit deutlich jünger und haben verlängerte Behandlungszeiten.

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Osnabrück: Viele Intensivbetten belegt

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93 der 109 Intensivbetten in Osnabrück sind derzeit belegt. 20 Patient:innen liegen wegen Corona auf der Intensivstation, 16 von ihnen beatmet. Damit sind gut 18 Prozent der Intensivbetten in Osnabrück durch Corona-Kranke belegt. Von einer Entlastung mochte eine Sprecherin beim Klinikum Osnabrück bei 16 freien Intensivbetten in ganz Osnabrück daher auch nicht reden. Allein das Klinikum Osnabrück versorgt derzeit 26 Corona-Kranke, 10 davon intensiv. Im Landkreis Osnabrück sieht es entspannter aus: Fast jedes vierte vorhandene Intensivbett ist frei. Der Anteil der Corona-Patient:innen auf den Intensivstationen liegt unter 3 Prozent.

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Entlastung für Krankenhäuser kommt nur langsam

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Während andernorts in Deutschland Kliniken von einer ersten, leichten Entlastung berichten, sind die Verantwortlichen hier bei uns zurückhaltender. In Münster liegen derzeit 50 Corona-Patienten in den Krankenhäusern. Die Situation ist „unter Kontrolle“, sagt der Direktor der Uniklinik Münster Hugo van Aken. Im Januar seien es 110 Patient:innen gewesen. Die Uniklinik hat aktuell neun Covid 19 Patient:innen, niemand davon kommt aus dem Münsterland.

Die Zahl schwanke seit zwei, drei Wochen, hieß es auf RADIO RST-Nachfrage. Daraus lasse sich keine eindeutige Tendenz ablesen. Selbstverständlich gebe es bei Bedarf freie Betten für weitere Patient:innen mit Covid-19. Allerdings dürfe auch die Versorgung der anderen Patientengruppen, beispielsweise mit Herz-Kreislauferkrankungen, Krebserkrankungen oder nach Operationen, nicht darunter leiden. Auch für sie stehen weiterhin Intensivbetten zur Verfügung.

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