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Kleines blondes Mädchen in rotem Pullover wird von Frau in weißem Kittel auf Kopfläuse untersucht. Das Gesicht der Frau ist nicht im Bild
© AOK/colourbox/hfr
Tummelwiese Kinderhaare: Kindergarten- und Grundschulkinder sind besonders von Kopfläusen betroffen. Durch Anti-Läusemittel und Auskämmen kann eine Ausbreitung verhindert werden.
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Läuse breiten sich aus

Im Kreis Steinfurt breiten sich Kopfläuse wieder stärker aus. Besonders Kitas und Grundschulen sind betroffen. Die AOK rät zu schneller Behandlung.

Veröffentlicht: Dienstag, 05.05.2026 13:03

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Kreis Steinfurt: Kopfläuse breiten sich wieder stärker aus

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Im Kreis Steinfurt haben sich Kopfläuse im vergangenen Jahr wieder stärker verbreitet. Nach Angaben der AOK NordWest verschrieben Ärztinnen und Ärzte im vergangenen Jahr 850 Packungen Anti-Läusemittel an AOK-Versicherte im Kreis. Im Jahr 2024 waren es 822. Vor allem in Kitas und Grundschulen geben Kinder die Parasiten schnell weiter, wenn sie eng zusammen spielen.

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Läuse verbreiten sich schnell in Kitas und Grundschulen

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Kopfläuse sind zwar lästig, übertragen jedoch normalerweise keine Krankheiten. Trotzdem solltet Ihr einen Befall schnell behandeln, damit sich die Parasiten nicht weiter ausbreiten. Die Tiere krabbeln von Haar zu Haar und brauchen dafür engen Kontakt. Genau deshalb tauchen sie besonders oft in Kita-Gruppen und Grundschulklassen auf. Wenn Läuse zustechen, juckt die Kopfhaut stark. Viele Kinder kratzen sich dann häufig, wodurch kleine entzündete Stellen entstehen können. Die weiblichen Läuse kleben ihre Eier dicht an die Haare. Mit normalem Haarewaschen bekommt Ihr diese Eier nicht weg.

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Diese Behandlung empfiehlt die AOK

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Die AOK rät zu speziellen Anti-Läusemitteln aus der Apotheke und zu gründlichem Auskämmen über mehrere Tage. Das Robert Koch-Institut empfiehlt eine Kombination aus Läusemittel und wiederholtem nassen Auskämmen. Nach der ersten Behandlung solltet Ihr das Mittel nach neun bis zehn Tagen noch einmal anwenden. Zusätzlich solltet Ihr die Haare über zwei Wochen hinweg alle drei bis vier Tage sorgfältig auskämmen. Von Hausmitteln wie Essigwasser, Sauna oder heißer Fönluft rät die AOK ab. Solche Methoden helfen nicht zuverlässig und können die Kopfhaut sogar schädigen. Sinnvoll ist dagegen, Kämme, Bürsten, Haarspangen und Haargummis gründlich in heißer Seifenlauge zu reinigen. Bettwäsche, Handtücher und Schlafanzüge solltet Ihr wechseln. Mützen, Schals oder andere Gegenstände mit möglichem Läusekontakt könnt Ihr für drei Tage luftdicht in einer Plastiktüte lagern. Wenn Ihr bei Eurem Kind Läuse entdeckt, solltet Ihr die Schule oder Kita sofort informieren. So können andere Familien schnell reagieren und eine weitere Ausbreitung verhindern.

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