
Insgesamt hat die Polizei 25.837 Straftaten registriert – 330 oder 1,26% weniger als 2022. Aus der Kriminalstatistik 2023 geht hervor, dass der Gefährdungsgrad, Opfer einer Straftat im Kreis Steinfurt zu werden, deutlich niedriger ist als im Landesvergleich.
Jede zweite Tat aufgeklärt
Gleichzeitig hat die Polizei mehr Verbrechen aufgeklärt, insgesamt 13.837 Fälle. Die Aufklärungsquote liegt bei 53,55%. Besonders hoch ist sie im Bereich „Straftaten gegen das Leben“, wie es im Polizeijargon heißt, also von Mord über Totschlag bis zur fahrlässigen Tötung und allen anderen Gewalttaten mit Todesfolge. Von den 14 Fällen, die es hier gab, sind 12 aufgeklärt.
Mehr Sexualstraftaten
Deutlich gestiegen ist die Zahl der Sexualstraftaten, von 579 auf 791. Es gab mehr Fälle von „Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung von Kinder- und Jugendpornografie“. Gleichzeitig hat die Polizei auch hier mehr Fälle aufgeklärt. Die Quote stieg von 85,49 auf 87,99%.
Weniger Raub und Körperverletzung
Die Zahl der Raubüberfälle ist gesunken, ebenso wie die der Körperverletzungen. Gestiegen ist dagegen die Zahl der Diebstähle. Im Bereiche Taschendiebstahl gab es den höchsten Stand der letzten zehn Jahre.
NRW-weit sind 2023 mehr Straftaten begangen worden. Rund 1,4 Millionen wurden registriert, ein Pus von 3,4 Prozent. Laut Innenminister Reul ist die Aufklärungsquote aber auch so hoch wie seit 60 Jahren nicht mehr.