
Krieg in der Ukraine: Meinungen aus der Community
Russland ist in die Ukraine einmarschiert, es gibt Krieg - mitten in Europa. RADIO RST berichtet nicht nur über diesen Krieg und ordnet ein, wie er uns in der Region betrifft, sondern diskutiert auch mit der Community. Deine Meinung ist uns wichtig, wir sammeln die Reaktionen aus der Region.
Veröffentlicht: Donnerstag, 10.03.2022 15:23
Heizung aus, Jacken an - Solidarität mal anders. Altbundespräsident Joachim Gauck schlägt Importstops aus Russland vor, um Putin zu zeigen, dass Deutschland auf der Seite der Ukraine ist. "Frieren für die Freiheit" nennt er das - ein paar Jahre weniger Lebensfreude sei erträglich im Gegensatz zu dem, was die Menschen im Krieg durchmachen, so Gauck. Ist das alles nur vorgegaukelt oder tatsächlich sinnvoll? Wir haben dich gefragt, wie du dazu stehst, unter anderem Tim, 18, aus Rheine.
Dein Kind wird in der Schule ausgegrenzt, weil die Eltern aus Russland kommen. Arbeitskollegen grüßen dich nicht mehr, weil sie denken, du bist auf Putins Seite. Auch Ludmila aus Lengerich erlebt seit dem Ukraine-Konflikt Diskriminierung wegen ihrer Herkunft.
Es ist Putins Krieg, nicht der Krieg aller Russen. Verallgemeinern ist der falsche Weg, sagt Ludmila.
Heute vor einer Woche hat Russland die Ukraine angegriffen. Viele Hörer:innen melden sich bei uns, viele haben Sorgen und Ängste. Wir haben uns mit dir in Rheine unterhalten und gefragt: Was geht aktuell in dir vor?
1500 Kilometer zwischen Krieg und Frieden - 1500 Kilometer zwischen unserer Region und der Ukraine. Genau diese Distanz hat Viktor, 38, aus Ibbenbüren auf sich genommen, weil seine Frau und Kinder in der Ukraine waren, als der Krieg ausbrach. Wir sprechen mit Viktor über dieses sehr sensible Thema, Viktor - wie war diese Situation für dich?
Im zweiten Teil unseres Interviews sprechen wir mit Viktor über die Zukunft in Europa, Spenden und Zusammenhalt. Viktor, was ist aus deiner Sicht jetzt wichtig?
Eine Studie der Vereinten Nationen kommt zu dem Ergebnis, dass wir jedes Jahr 14 Milliarden Euro mehr an Spenden bräuchten, um den weltweiten Hunger in wenigen Jahren zu beenden. Deutschland steckt jetzt ein Vielfaches davon, 100 Milliarden Euro, in seine Bundeswehr. Weil es dabei um unser Steuergeld geht diskutieren wir darüber. Leon aus Nordwalde ist Soldat und findet die Investitionen in die Bundeswehr wichtig:
Kevin schreibt bei Facebook:
Das ist einfach alles nur unfassbar schrecklich. Ich wünsche mir für die ganze Welt, dass so schnell wie möglich wieder Frieden herrscht [...] Ich weiß, dass die momentane Lage dies aber nicht hergibt. Mir fehlen die Worte, bin sprachlos und man macht sich arge Sorgen, wie sich alles entwickelt und vor allem, wie das Ganze weitergeht. Spekulieren bringt einfach nichts. Wir alle müssen abwarten.