
Kreis-Umweltausschuss
Der Kreis Steinfurt erwartet künftig weniger Anträge für Windkraftanlagen, weil neue Projekte möglicherweise nicht mehr rentabel sind. Zugleich bringen erneuerbare Energien der Region nach Angaben im Umweltausschuss rund 60 Millionen Euro im Jahr. In Greven sollen Veranstaltungen in der Emsaue nur in engem Rahmen möglich sein.
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Seit 2023 hat der Kreis Steinfurt neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 890 Megawatt genehmigt. Kreisweit sind 416 Anlagen genehmigt, 330 davon bereits in Betrieb. Im Kreis-Umweltausschuss äußerte die Verwaltung jedoch die Erwartung, dass künftig weniger Anträge eingehen. Der Kreis Steinfurt rechnet damit, dass Windenergie mit der sich verändernden Gesetzeslage (neues EEG) kaum noch rentabel sein wird. Die zu erwartenden Erträge sind zuletzt schon deutlich gesunken. Entsprechend weniger Anträge werde es geben, hieß es am Abend im Kreis-Umweltausschuss.
Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien sind für den Kreis Steinfurt auch ein Wirtschaftsfaktor. Nach den im Ausschuss vorgestellten Zahlen stammen mittlerweile 94 Prozent des Stroms im Kreis aus Windkraft, Solarenergie und Biogas. Die jährliche regionale Wertschöpfung wurde mit rund 60 Millionen Euro beziffert. Davon profitieren unter anderem ausführende Unternehmen, Landwirte mit geeigneten Flächen sowie Menschen mit eigenen Solaranlagen oder Beteiligungen an Bürgerwindanlagen.
Der gesamte Energiebedarf des Kreises Steinfurt liegt derzeit bei rund zwölf Terawattstunden im Jahr. Um ihn langfristig zu decken, müssten die Möglichkeiten für Wind- und Solarenergie möglichst umfassend genutzt werden, hieß es im Ausschuss. Ob der aktuelle Entwurf für das Erneuerbare-Energien-Gesetz dafür die Voraussetzungen schafft, wurde bezweifelt.
Emsaue Greven
Auch die Emsaue in Greven war Thema. Nach fünf Jahren Prüfung empfiehlt der Umweltausschuss, die Fläche für Gastronomie und Beachvolleyball auf 0,1 Prozent der gesamten Aue zu beschränken. Dort sollen jährlich höchstens drei Veranstaltungen mit maximal 40 Personen zwischen 8 und 22 Uhr sowie zwei Sportveranstaltungen möglich sein. Eine Beach-Bar ist nicht mehr vorgesehen. Der weitaus größte Teil der Emsaue bleibt Schutzgebiet. Für Greven bedeutet das eine gute Balance zwischen Naherholung und Naturschutz, hieß es dazu im Ausschuss.