
Das Krankentransportunternehmen Hergemöller stellt seinen Bereich für Krankentransport im Kreis Steinfurt ein. Für den Rettungsdienst gibt es laut Kreis Steinfurt zunächst keine akuten Folgen, doch für Patiententransporte wie Dialysefahrten werden neue Lösungen gebraucht.
Das Unternehmen nennt Bürokratie, immer neue Auflagen und zu niedrige Vergütungen als Gründe für die Schließung. Betroffen sind vor allem unqualifizierte Krankentransporte. Dazu zählen Fahrten von Patientinnen und Patienten zur Dialyse oder zurück nach Hause, wenn während der Fahrt keine medizinische Betreuung nötig ist.
Was das für den Rettungsdienst bedeutet
Karlheinz Fuchs ist Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Steinfurt. Er sieht nach der Schließung von Hergemöller für den Rettungsdienst zunächst keine wesentliche Veränderung. Der Kreis Steinfurt ist Träger des Rettungsdienstes und organisiert die Struktur des Dienstes.
Anders sieht es bei Patiententransporten außerhalb des Rettungsdienstes aus. Diese Fahrten laufen rechtlich getrennt vom qualifizierten Krankentransport. Deshalb muss der Kreis Steinfurt jetzt Ersatz finden. Vor allem regelmäßige Fahrten wie Dialysefahrten brauchen schnell ein neues Angebot.
Der Kreis Steinfurt will mit den zuständigen Stellen sprechen und Alternativen prüfen. Für viele Patientinnen und Patienten ist das wichtig. Sie sind auf verlässliche Krankentransporte im Alltag angewiesen.