
Auf Krankenhaus-Fluren, wie zum Beispiel im Mathias Spital Rheine, ist es ruhiger geworden, seit es keine allgemeinen Besuchszeiten mehr gibt. Neben Patienten und medizinischem Personal sieht man dort nur noch diejeigen, die einen guten Grund haben. In der Regel sind es engste Angehörige, die ihre Lieben besuchen - und auch das nur unter strengsten Auflagen. Sonst kommt Keiner mehr rein. Für den Krankenhausbetrieb selbst bedeutet das jedoch keine Entspannung, denn alles steht irgendwie unter der Überschrift Corona. Die Arbeitsintensität hat eher zugenommen, sagt Nicolas Kelly von der Mathias Stiftung.
Noch ist das Mathias im Regelbetrieb. Solange die Zahl der Corona-Patienten nicht überhand nimmt, bleibt das auch so, sagt Kelly. OPs finden statt und niemand bekommt Nachricht, dass sein Termin verschoben ist.
Auch personell kommt das Mathias gut klar, sagt Kelly. Für Patienten klingt das beruhigend - nur, wie ist es für Ärzte und Pflegepersonal?
Sarah aus Riesenbeck sieht es ähnlich. Sie arbeitet im Klinikum Ibbenbüren. Auch dort geht es momentan.
Hinzu kommt, dass auch mal Kollegen wegen Corona ausfallen. Dann ist es vorbei mit der guten Personaldecke. Das bedeutet: Zum Dienst kommen und erstmal checken, was der Tag bringt.
Schließlich sind Pflegerinnen und Pfleger meistens berufliche Überzeugungstäter. Über das Klatschen vom Balkon ist schon genug gesagt worden. Hier darum lieber mal ein Ansporn aus den eigenen Reihen.

