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Leichte Wirtschafts-Erholung
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Leichte Wirtschafts-Erholung

Im Kreis Steinfurt laufen die Geschäfte etwas besser als im Rest der Region - doch hohe Kosten und Unsicherheit bremsen. Die IHK sieht nur einen Hoffnungsschimmer.

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Konjunktur im Kreis Steinfurt: Es geht langsam aufwärts

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Die Wirtschaft im Münsterland kommt langsam wieder in Gang. Nach Jahren der Stagnation zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK Nord Westfalen erste Anzeichen einer Erholung: Die Geschäftsaussichten haben sich gegenüber dem Frühjahr 2026 verbessert, die Stimmung bleibt jedoch gedämpft. „Die positiven Konjunktursignale sind lediglich ein erster Hoffnungsschimmer“, sagte IHK-Präsident Lars Baumgürtel bei der Vorstellung der Umfrage.

Im Kreis Steinfurt läuft es dabei etwas besser als im regionsweiten Durchschnitt: Knapp jedes dritte Unternehmen (29,2 Prozent) bewertet die aktuelle Geschäftslage als gut - im Schnitt der Region sind es 24 Prozent. Fast jeder fünfte Betrieb spricht dagegen von schlechten Geschäften. Und der Blick nach vorn ist verhalten: 17 Prozent rechnen mit besseren Geschäften, 12,8 Prozent befürchten eine Verschlechterung.

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Größtes Problem bleibt der Kostenfaktor

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Die größte Bremse sind die Kosten. Mehr als dreiviertel (76,6 Prozent) der Unternehmen im Kreis Steinfurt nennen die hohen Energie- und Rohstoffpreise als Konjunkturrisiko. Fast genauso viele - 74,5 Prozent - sorgen sich um die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Und 61,7 Prozent der Betriebe stöhnen über hohe Arbeitskosten. Die IHK spricht deshalb von einer Erholung auf schwachem Fundament: Ein Aufschwung, der sich selbst trägt, sei weiter nicht in Sicht. Hohe Energiepreise und eine schwache Nachfrage setzen die Firmen weiter unter Druck - deshalb halten viele sich mit Investitionen zurück. Und auch auf dem Arbeitsmarkt bleibt die Lage angespannt: Rund 103.000 Menschen sind im IHK-Bezirk Nord Westfalen arbeitslos gemeldet, genauso viele wie während der Corona-Pandemie.

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Personal bleibt, Investitionen gehen zurück

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Knapp dreiviertel (74,5 Prozent) der Unternehmen im Kreis wollen ihre Beschäftigtenzahl stabil halten, 14,9 Prozent planen Neueinstellungen, nur 10,6 Prozent rechnen mit weniger Personal. Bei den Investitionen sieht es dagegen trüb aus - nur 19,6 Prozent wollen mehr ausgeben, 32,6 Prozent dagegen kürzen. „Insgesamt herrscht hier wenig Bewegung“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel mit Blick auf die Investitionspläne.

Ein Schwerpunkt der Umfrage war Künstliche Intelligenz: Acht von zehn Unternehmen nutzen sie schon, um Abläufe zu verbessern und Zeit zu sparen. Gleichzeitig verändern sich die Berufsfelder: Jedes dritte Unternehmen im Kreis Steinfurt geht davon aus, dass der eigene Personalstand sinken wird. Der Bedarf an Weiterbildung wächst also.

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