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Klimaanpassungsgesetz in der Region
© Stadt Münster
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Klimaanpassungsgesetz in der Region

Vieles aus dem neuen Klimaanpassungsgesetz der Bundesregierung ist bei uns in der Region schon umgesetzt oder wird gerade geplant. Wir stellen dir Beispiele vor.

Veröffentlicht: Freitag, 14.07.2023 06:45

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Vieles aus dem neuen Klimaanpassungsgesetz der Bundesregierung ist bei uns in der Region schon umgesetzt oder wird gerade geplant.

Die Stadt Rheine setzt schon lange darauf, die Menschen bei Maßnahmen gegen Klimafolgen wie Starkregen, Hitze und Dürre mitzunehmen, auch mit Förderprogrammen. Zu den Zielen gehört das Entsiegeln von Flächen, der Rückbau von Schottergärten und alles, was fossile Energien ersetzt, von der Photovoltaikanlage über das Balkonkraftwerk und LED-Beleuchtung bis hin zur Windkraft im Außenbereich. Als Vorzeigeprojekt ist das Europaviertel gedacht, in dem auch bei Starkregen alles Wasser versickert beziehungsweise, nach dem Prinzip der Schwammstadt, erst nach und nach wieder abgegeben wird.

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Münster

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In Münster ist Klimaanpassung spätestens seit dem Wolkenbruch im Sommer 2014 ein Dauerthema für die Stadtplanung. Die Stadt Münster arbeitet mit der Uni zusammen und versucht, die Münsteranerinnen und Münsteraner beim Hochwasserschutz mitzunehmen, damit einfache Vorkehrungen, die viel Sicherheit schaffen, nicht unerledigt bleiben. Es gibt neue Überschwemmungsgebiete und Starkregengefahrenkarten und der Umbau zur „Schwammstadt“, die Regenwasser lange speichert und nach und nach wieder abgibt, läuft. Beim Thema Hitze geht es darum, den Aasee mit Sauerstoff zu versorgen, um ein erneutes Fischsterben zu verhindern, es gibt eine Hitzehilfe für Obdachlose, eine Sprechstunde für begrünte Außenflächen statt Schottergärten und Tipps vom Gesundheitsamt.

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Ibbenbüren

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Die Stadt Ibbenbüren geht ihre gesamte Stadtplanung schon seit geraumer Zeit unter dem Aspekt der Klimaanpassung an. In einer Klimaanalyse wurden beispielsweise Hitzeinseln und Kaltluftströme ausgemacht, mit dem Ergebnis, dass einige Bereiche nicht bebaut werden, um den Luftstrom in der Stadt zu erhalten. Die Westvorstadt hat ein Grabensystem nach dem Prinzip „Schwammstadt“ bekommen, damit Regenwasser nicht sofort abfließt, sondern durch Verdunstungskälte für Kühlung sorgt. Die Märchensiedlung, die früher oft unter Wasser stand, weil sie in einer Senke liegt, hat mehr Gullyschächte für mehr Ablauf bekommen und einige Durchlaufstellen sind geschlossen worden. Seit einem Jahr gibt es eine Starkregenrisikokarte, wie jetzt auch in Emsdetten, die genau anzeigt, auf welchen Grundstücken bei einem Wolkenbruch mit Überschwemmung zu rechnen ist.

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