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Klamottenberge - die Textilbranche in der Krise
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Klamottenberge - die Textilbranche in der Krise

Normalerweise würden jetzt Sale- und WSV-Schilder in die Innenstädte von Rheine, Osnabrück oder Münster locken. Doch, der Lockdown verbietet das. Viele Händler haben die Lager deshalb weiter gut gefüllt und hoffen auf den Onlineverkauf.

Veröffentlicht: Donnerstag, 28.01.2021 04:22

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Die Textilbranche steckt in der Krise, in der Coronakrise. Wegen des Lockdowns sind die Geschäfte in Rheine, Ibbenbüren und Emsdetten geschlossen. Die Läden sind leer – die Lager weiter voll. Denn, der Onlineverkauf ersetzt das Präsenz-Shoppen nicht. Gerade aktuell ein Problem denn die Händler*innen starten in den Winterschlussverkauf. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass viele Ladenbesitzer*innen auf Klamottenbergen sitzen bleiben. Wie es danach mit den Anziehsachen weiter geht ist, laut Oliver Teuteberg vom Verband der nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie in Münster, unterschiedlich.

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Oliver Teuteberg, Verband der nordwestdeutschen textil- und bekleidungsindustrie in Münster01 Mode
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Das große Problem: Das es sowieso einen sehr engen Markt und einen Kleidungsüberschüss gibt. Dein Kleiderschrank ist voll und in jeder Saison bleiben Teile auch in den Läden übrig. Einlagern ist für die Händler*innen teuer und trotzdem aktuell oft der einzige Weg. Wer die Ware zurück zum Hersteller*innen schickt, verschiebt das Problem nur:

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Oliver Teuteberg, Verband der nordwestdeutschen textil- und bekleidungsindustrie in Münster02 Mode
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Das finanzielle Problem verschärft sich durch die Tatsache, dass einiges an Ware „verderblich“ ist. Also an aktuelle Trends gebunden und deshalb in der nächsten Saison schwer verkaufbar ist. Das erhöht den Druck für die Händler*innen die Sachen schnell und möglichst noch lukrativ loszuwerden. Einfach entsorgt wird bei Christian Ahlert vom Modehaus Ahlert in Greven trotzdem nichts.

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Christian Ahlert, Modehaus Ahlert in Greven03 Mode
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Die Krise hält noch andere Schwierigkeiten für die Händler*innen bereit – z.B. die Kalkulation und der Einkauf für kommende Saisons. Im Modehaus Ahlert versucht sich Christian Ahlert darauf vorzubereiten und mit Gegebenheiten zu arbeiten. Bis Febraur haben die Händler*innen noch gute Chancen mit der Wintermode Geschäfte zu machen.

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Christian Ahlert, Modehaus Ahlert in Greven04 Mode
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