
Am Montag haben sich Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder getroffen, um über die Coronaregeln zu beraten. Sie haben sich dafür entschieden, keine neuen Regeln aufzustellen, sondern Empfehlungen raus zu geben. Eine Empfehlung: Jeder sucht sich einen festen Freund zum Treffen, um die Kontakte in Coronazeiten gering zu halten. Das bedeutet, dass du dich nicht mehr jeden Tag mit einem anderen Menschen triffst, sondern immer mit demselben.
Besonders für Kinder eine große Herausforderung, da sie in Schule oder Kindergarten ständig mit anderen Kindern in Kontakt kommen. Wie sollen sie da verstehen, dass dies im privaten nicht mehr möglich ist?
Experten von Kinderschutzverbänden halten den Vorschlag auch nicht für sinnvoll. Sie sagen, die Kontaktbeschränkungen sind kinderfeindlich. Denn, vielen fällt es womöglich schwer sich für einen Freund zu entscheiden. Daran könnten Freundschaften zerbrechen oder Kinder allein zurückbleiben, sagen die Experten.
Familienministerin Giffey findet den Vorschlag, nur noch einen Freund zu treffen, gut. Sie sagt, dass sich das Virus dadurch langsamer verbreitet und die Kinder weiterhin Kontakt zu einem anderen Kind haben. Außerdem gäbe es ja weiterhin den Kontakt in Schule, Kita oder über digitale Plattformen. Noch gibt es keine feste Regel, nächste Woche beraten die Politiker nochmal.
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