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Kinder sehen zu viel Werbung für Dickmacher
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Kinder sehen zu viel Werbung für Dickmacher

Werbung für ungesunde Lebensmittel macht Kinder krank. Zu etwa diesem Ergebnis kommt ein Bündnis aus Expert:innen. Kinderärzte und Wissenschaftler vermuten, dass die Werbung Kinder zu einer ungesunden Lebensweise motiviert. Eine aktuelle Studie aus Hamburg belegt dazu, dass Kinder sehr viel Werbung für Dickmacher sehen.

Veröffentlicht: Mittwoch, 17.03.2021 10:24

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Kinder sehen im Schnitt 15 Werbungen für Dickmacher am Tag. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie aus Hamburg. Die Werbung begegnet Kindern überall, im Internet, im TV oder auf Plakaten. Sie motiviert Kinder möglicherweise dazu, ungesunde Lebensmittel zu essen. Ein Bündnis aus Wissenschaftler:innen, Krankenkassenvertretern und Ärzt:innen fordert deshalb ein Werbeverbot für Dickmacher. In anderen Ländern sei dies bereits Standard. Auch Ernährungsexpert:innen aus der Region würden ein solches Verbot unterstützen. Eine von ihnen ist Ernährungstherapeutin Lisa Störzer aus Neuenkirchen.

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Ernährungstherapeutin aus NeuenkirchenLisa Störzer
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Der Geschmack von Kindern wird schon im Mutterleib geprägt. Früher sicherten süße Lebensmittel das Überleben von Kindern. Heute macht der Überkonsum von Süßigkeiten die Kinder krank und übergewichtig. Deshalb ist Lisa Störzer auch für das Verbot von Werbung für Dickmacher.

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Kritik kommt vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft und vom Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie. Sie sagen: Das Übergewichtsproblem in Deutschland lässt sich nicht durch so ein Werbeverbot ändern. Es sei wichtiger, einen verantwortungsvollen Umgang mit Süßigkeiten und Medien zu fördern. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) äußerte sich ebenfalls zum Werbeverbot: “Werbung darf Kinder nicht dazu verleiten, sich ungesund zu ernähren." Deshalb fordert sie den Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft dazu auf die Verhaltensregeln zu verschärfen. Nach Meinung der Verbraucherorganisation Foodwatch könnte Klöckner umfassende Werbebeschränkungen als Bundesgesetz auf den Weg bringen.

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