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KiBiz-Reform in der Kritik
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KiBiz-Reform in der Kritik

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kritisiert die KiBiz-Reform in NRW scharf und warnt vor Qualitätsverlusten bei Betreuung, Sprachförderung und frühkindlicher Bildung.

Veröffentlicht: Freitag, 17.07.2026 13:36

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GEW kritisiert KiBiz-Reform in NRW

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Weniger qualifiziertes Personal in ruhigen Kita-Zeiten, dazu neue ABC-Klassen für Kinder mit Sprachförderbedarf: Die beschlossene Reform des Kinderbildungsgesetzes in Nordrhein-Westfalen stößt bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf deutliche Kritik. Der nordrhein-westfälische Landtag hat die Gesetzesänderungen gestern (16.07.) beschlossen. Die GEW befürchtet, dass sich die Änderungen direkt auf den Kita-Alltag auswirken könnten. Aus Sicht der Gewerkschaft brauchen Kinder den ganzen Tag über verlässliche Betreuung durch gut ausgebildete Fachkräfte - nicht nur dann, wenn besonders viel los ist. Gerade in der frühkindlichen Bildung komme es auf Kontinuität, feste Bezugspersonen und eine stabile Umgebung an.

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Kritik an ABC-Klassen und Betreuung

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Besonders kritisch sieht die GEW, dass Kinder mit Sprachförderbedarf durch die neuen ABC-Klassen zeitweise aus ihrer vertrauten Gruppe herausgenommen werden könnten. Nach Ansicht der Gewerkschaft lernen Kinder Sprache am besten im gewohnten Alltag - beim Spielen, Sprechen und Miteinander in der Kita. Carsten Peters, Geschäftsführer der GEW Münsterland, sagt: „Beim KiBiz ist es erforderlich, dass kontinuierlich und den ganzen Tag über eine gute und qualifizierte Betreuung und pädagogische Arbeit erfolgt.“ Auch bei den ABC-Klassen hat er Zweifel. Die vorgesehene Förderung mit zweimal zwei Stunden pro Woche sei aus Sicht der GEW nicht ausreichend, wenn Kinder eine intensive und dauerhafte Unterstützung brauchen.

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GEW fordert mehr Unterstützung für Kitas

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Die Gewerkschaft betont, dass sie das Ziel einer besseren Sprachförderung ausdrücklich unterstützt. Aus ihrer Sicht braucht es dafür jedoch andere Lösungen: mehr Fachkräfte, kleinere Gruppen und multiprofessionelle Teams direkt in den Kitas. Das helfe, Kinder gezielt zu fördern, ohne sie aus ihrem gewohnten Umfeld und gewohnten Abläufen herauszulösen. Aus Sicht der GEW hat die Politik Hinweise aus der Praxis und aus der Wissenschaft bei der Reform nicht ausreichend berücksichtigt. Die Landesregierung habe damit eine wichtige Chance verpasst, die frühkindliche Bildung in Nordrhein-Westfalen spürbar zu stärken.

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