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KI steuert Busverkehr in Münster
© Stadt Münster/Reiners
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KI steuert Busverkehr in Münster

Stadt Münster und RWTH Aachen starten Pilotprojekt an der Weseler Straße. Kameras an Ampelanlagen verlängern bei Bedarf die Grünphase. Ziel ist es, den Busverkehr zu beschleunigen.

Veröffentlicht: Mittwoch, 28.08.2024 04:54

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Die Stadt Münster setzt ab heute Künstliche Intelligenz ein, um den Busverkehr zu beschleunigen. Bei dem gemeinsamen Pilotprojekt mit der Uni Aachen werden Ampeln an zwei Kreuzungen an der Weseler Straße mit Kameras ausgerüstet. [Weseler Straße/Geiststraße und Weseler Straße/Moltkestraße] Sie regeln den Verkehr so, dass Busse möglichst durchfahren. Die intelligenten Kameras erkennen auch, wenn zu lange Wartezeiten für Fuß- und Radverkehr entstehen – und unterdrücken dann die Grünphase für die Linienbusse. In einer ersten Testphase Ende 2022 waren die Busse gut 20 Prozent schneller unterwegs. Das aktuelle Projekt geht bis Ende September.

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So arbeitet die KI

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Nähert sich ein Linienbus auf der Busspur, gibt dieser einen Impuls, der die Grünphase für Busse bei Bedarf für eine kurze Zeitspanne verlängert. Gleichzeitig beobachtet die Kamera den Verkehr. Sie gibt bei Stau oder zu langen Wartezeiten für Fußgänger- und Radverkehr einen Impuls, der die Steuerung der Grünphase für die Linienbusse unterdrückt. Durch dieses System ist ein Bus in direkter Nähe der Ampel einerseits ohne Stopp unterwegs. Zugleich werden die Auswirkungen auf den übrigen Verkehr ebenfalls minimiert. 

Das System beschleunigt Stadt- und Regionalbuslinien, die auf der Weseler Straße stadteinwärts fahren, die Einmündung Geiststraße geradeaus passieren und danach rechts in die Moltkestraße einbiegen. Damit läuft das Pilotprojekt auf einer der Hauptachsen des ÖPNV in Münster. Verlaufen die Tests erfolgreich und beschleunigen den Busverkehr nennenswert, läuft das System auch darüber hinaus weiter.

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