
Den Impfstoff von AstraZeneca gibt es in NRW erstmal nur für über 60-Jährige. Für alle anderen hat das Gesundheitsministerium AstraZeneca auf der Druck der Uniklinik Münster und vier weiterer der sechs Unikliniken in NRW vorläufig ausgesetzt. Grund ist die auffallend hohe Zahl von lebensgefährlichen Sinusvenen-Thrombosen bei Frauen unter 55. Normalerweise kommt pro Jahr eine Sinusvenen-Thrombose auf 100.000 Menschen. Nach Informationen des Paul-Ehrlich-Instituts sind bislang 31 Fälle einer Sinusvenen-Thrombose nach Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca bekannt, in neun Fällen mit tödlichem Ausgang.
Im Impfzentrum des Kreises Steinfurt gibt es heute (Mi., 31.03.) noch Alternativ-Impfstoff zu dem Wirkstoff von AstraZeneca. Darauf weist der Kreis nach dem sofortigen Impf-Stopp für Menschen unter 60 hin. Wer unter 60 ist und heute einen Termin hat, sollte diesen wahrnehmen, heißt es in einer Mitteilung. Für alle unter 60, die ab morgen einen Termin haben, gebe es noch keinen anderen Impfstoff. Der Kreis versucht in Absprache mit dem NRW-Gesundheitsministerium, welchen zu beschaffen.