
Kaum Bewegung im Handwerk
Die lange Phase der Hochkonjunktur im Handwerk scheint zu Ende zu sein. Bei der Handwerkskammer Münster ist nach der Frühjahrs-Umfrage unter knapp 600 Betrieben von Stagnation die Rede. Die Zukunftserwartungen seien nur verhalten optimistisch.
Veröffentlicht: Donnerstag, 27.05.2021 12:11
Noch beschreiben fast 40% ihre Geschäftslage als gut. Allerdings sei die Zahl seit Beginn der Coronakrise vor einem Jahr massiv gesunken. Fast jeder Dritte im Münsterland spreche mittlerweile von schlechten Geschäften.
Branchenunterschiede sind riesig
Am besten geht es dem Bauhauptgewerbe. Das Gesundheitsgewerbe hat am meisten investiert und die meisten Unternehmen haben ihr Personal gehalten. Anbieter für gewerblichen Bedarf haben Leute entlassen und auch das KfZ-Gewerbe erwartet kaum Besserung in den nächsten Monaten. Keine andere Branche hat so viele Beschäftigte eingebüßt wie das Nahrungsmittelgewerbe und dennoch sind die Erwartungen wieder zuversichtlicher.
Personenenbezogene Dienstleister:innen erleben steilsten Absturz
Den steilsten Absturz hat das personenbezogene Dienstleistungsgewerbe erlebt: Bei einer sehr schlechten Auftragslage gab es dort die größten Umsatzverluste.
Corona bleibt Dreh- und Angelpunkt
Corona bremst Umsatz und verursacht bisher nicht dagewesene Kosten. Gleichzeitig wird es schwerer, junge Leute für eine Ausbildung zu gewinnen. Die Handwerkskammer geht davon aus, dass viele Betriebe auch in den nächsten Monaten dringend auf Coronahilfen angewiesen sind. Nur mit einer kontinuierlichen, einfachen und unbürokratischen Hilfe und schneller Auszahlung könnten auch sie ihre Ausbildungs- und Arbeitsplätze erhalten.
