
Für diese Woche Donnerstag war der dritte landesweite Warntag geplant - heulende Sirenen, einmal zum Test und vor allem, um die Leute daran zu gewöhnen, im Notfall für aktuelle Informationen RADIO RST einzuschalten. Der Warntag ist jetzt abgesagt, aus Sorge, dass Leute wegen des Coronavirus in Panik geraten, wenn dann auch noch die Sirenen gehen. Wir schauen an unserem Thementag auf den Katastrophenschutz in der RADIO RST-Region, nicht zuletzt, weil wir selbst bald noch besser aufgestellt sind: RADIO RST bekommt ein Notstrom-Aggregat. Damit bleiben wir auch bei einem Stromausfall on air.
Krisenstab des Kreises Steinfurt koordiniert im Ernstfall Einsatzkräfte und Abläufe
Seinen ersten Einsatz hatte er am 1. Weihnachtsfeiertag 2004, als in Rheine Koli-Bakterien im Trinkwasser entdeckt wurden. Damals ging es zum ersten Mal darum, die Bevölkerung zu warnen und das weitere Vorgehen zu koordinieren. Beim Schneechaos 2005 ging es darum, Ochtrup eine Woche mit Notstrom zu versorgen. Strommasten waren unter der Schneelast zusammen gebrochen. Nach drei Tagen stand die Notstromversorung - mit 650 Aggregaten aus ganz Deutschland, die rund um die Uhr liefen, betankt und gewartet wurden. Bei einigen Stürmen war der Krisenstab im Hintergurnd auf "stand by", kam allerdings nicht zum Einsatz. 2010 wurde er wieder aktiv, beim Starkregen, der in Rheine beinahe ein Gewerbegebiet unter Wasser gesetzt hätte und Ochtrup, Metelen und Steinfurt stark traf. Den Wolkenbruch 2014, bei dem Münster und Greven überflutet wurden, haben die Feuerwehren ohne den Krisenstab in den Griff bekommen.
Krisenstab auch sonst oft auf stand by
Auch sonst sind die Experten zwischendurch immer wieder auf Abruf verfügbar, momentan beispielsweise, nachdem die Zahl der Corona-Kranken sprunghaft angestiegen ist. Damit ist sichergestellt, dass die Krankenversorgung bei Bedarf sofort hochgefahren wird.
Der nächste Warntag kommt bestimmt
"Warntage zum Test des Katastrophenschutzes sind wichtig," sagt nicht nur der Leiter des Krisenstabs biem Kreis Steinnfurt, Kreisdirektor Martin Sommer - darum: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Der nächste Warntag kommt bestimmt, spätestens im September. Hier geht es zum Katastrophenschutz-Flyer des Kreises Steinfurt.