
„Nach dem Tod meiner Stieftochter habe ich festgestellt, dass ich Zeit brauche, um die Trauer zu verarbeiten.“ Mit diesen Worten hat Bärbel Bas heute ihren Rücktritt als Bundesarbeitsministerin und SPD-Co-Vorsitzende öffentlich gemacht. Außerdem habe sie feststellen müssen, „dass die öffentlichen Angriffe auf mich, leider auch aus den Reihen des Koalitionspartners, in dieser für mich persönlich schwierigen Zeit weiter forciert wurden“.
Für den Vorsitzenden der Jusos im Kreis Steinfurt, Leon Scheffler, wurde damit eine Grenze überschritten. Er erwarte, dass sich jeder gegen persönliche Angriffe stelle, „auch wenn man mit einer Person nicht immer übereinstimmt“.
Jusos erwarten Parteispitze ohne Regierungsamt
SPD-Co-Chef und Vizekanzler Lars Klingbeil hat angekündigt, dass die SPD Ende des Jahres eine neue Doppelspitze wählen soll. Juso-Chef Scheffler erwartet, dass dabei SPD-Politiker gewählt werden, die nicht der Bundesregierung angehören. So sei es möglich, als SPD-Spitze mehr Profil zu zeigen.
Für Bas’ Amt in der Bundesregierung gibt es bereits einen Nachfolger. Der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, soll Bundesarbeitsminister werden. Von ihm erwarten die Jusos im Kreis Steinfurt, dass er sich für sozialdemokratische Werte einsetzt.