
Jens Spahn zieht sich aus dem Haushaltsausschuss des Bundestags zurück. Sein Büro bestätigte den Schritt am 28. September 2026. Der CDU-Abgeordnete aus Ahaus behält sein Bundestagsmandat. Auslöser für den Rückzug war Streit um seine Abwesenheit während einer Sitzungswoche.
Fehltage sorgen für Streit
Spahn fehlte an zwei Tagen der Sitzungswoche vom 21. bis 25. September im Bundestag. Auch an der Sitzung des Haushaltsausschusses am 23. September nahm er nicht teil. Er nannte familiäre Gründe und organisierte nach Angaben aus seinem Umfeld eine Vertretung.
Dann veröffentlichte die Bild-Zeitung ein Foto, das Spahn während der Sitzungswoche auf Sardinien zeigen sollte. Die Zeitung zog den Beitrag später zurück: Das Foto stamme aus einem privaten Rahmen. Ob Spahn seine Termine ohne ausreichenden Grund versäumte, belegt das Foto nicht. In der Unionsfraktion wuchs dennoch der Unmut. Am 25. September beriet die Arbeitsgruppe Haushalt über Spahns Rolle im Ausschuss. Medienberichten zufolge forderten mehrere Abgeordnete seinen Ausschluss. Zunächst stand eine Bewährungsfrist bis Ende 2026 im Raum. Drei Tage später gab Spahn seinen Sitz selbst auf.