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Innovationen & Digitalisierung im Kreis Steinfurt
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Innovationen & Digitalisierung im Kreis Steinfurt

Smarte Ideen haben das Potential, das Leben in der Region zu verbessern. Wie bringen Start Ups innovative Produkte auf den Markt? Welche intelligenten Lösungen finden unsere Städte? Und wie wird aus Deinem Zuhause ein Smart Home? Darüber sprechen wir eine Woche lang mit Tech-Unternehmen, Start Ups und Expertinnen aus der Region. Und wir diskutieren mit der RADIO RST-Community.

Veröffentlicht: Freitag, 13.09.2024 08:20

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Smartes Parken in Tecklenburg

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Städte und Gemeinden im Kreis Steinfurt nutzen immer häufiger smarte Technologien, um den Alltag für die Menschen einfacher zu machen. Ein Beispiel ist das intelligente Parksystem in Tecklenburg. Seit einigen Monaten gibt es eine App, die freie Parkplätze in der Stadt anzeigt und Autofahrende zum nächsten Stellplatz navigiert. Tecklenburgs Bürgermeister Stefan Streit erklärt, wie es funktioniert:

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Stefan Streit, Bürgermeister Tecklenburg
"Kostenlose CityPilot-App nutzen"
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Auf sieben öffentlichen Parkplätzen hat die Stadt Sensoren und Kameras installiert. Sie melden der App, welche Stellplätze frei sind. Für weitere Parkplätze ist das in Planung.

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Stefan Streit, Bürgermeister Tecklenburg
"Zufriedene Besucher und weniger Abgase"
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Insgesamt 100.000 Euro kostet das smarte Park-System für Tecklenburg. Das Land NRW zahlt 80 Prozent davon mit Fördergeld aus dem Programm „Vernetzte Mobilität“.

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App meal&heal aus Münster

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Gründer und Gründerinnen aus der Region versuchen ihre innovativen Ideen erfolgreich auf den Markt zu bringen. Eine von ihnen ist Michelle Hoffmann, 27, aus Münster. Sie und ihr Team haben eine App zur Ernährungsberatung entwickelt – für Menschen, die unter Unverträglichkeiten leiden. So wie Michelle selbst:

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Michelle Hoffmann, Gründerin aus Münster
"Jahrelange Schmerzen nach Essen"
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Mit medizinischen Tests, Diäten und Ernährungstagebüchern finden Michelle und ihre Ärzte heraus, dass sie gleich an mehreren Unverträglichkeiten leidet. Einerseits ist sie erleichtert, eine Diagnose zu haben. Andererseits sucht sie verzweifelt nach passenden Lebensmitteln und Rezepten. Die Idee für die App meal&heal entsteht. Michelle studiert Ernährungswissenschaften an der FH Münster. Und setzt im Studium den Plan mit zwei Kommiliitionen aus Münster und Steinfurt um.

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Michelle Hoffmann, Gründerin aus Münster
"Geld von Familie, Investoren und aus Stipendien"
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Noch dauert es, bis die App sich finanziell allein trägt. Ein großer Schritt zum Erfolg ist die Kooperation mit der Krankenkasse DAK, sagt Michelle. DAK-Versicherte bekommen meal&heal von ihrer Kasse kostenlos zur Verfügung gestellt.

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Heimatboost: "Höhle der Löwen" in Steinfurt

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„Die Höhle der Löwen“ kennen viele aus dem Fernsehen. Gründerinnen und Gründer kämpfen in der Sendung um das Geld von Investoren. So ähnlich läuft das auch in Steinfurt bei der Heimatboost GmbH. Das Netzwerk sammelt Kapital von Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Region und investiert es in Start Ups. Melanie Wagenfort ist die Geschäftsführerin von Heimatboost. Wir haben die 36-Jährige gefragt, wieviel von der "Höhle der Löwen" in Heimatboost steckt.

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Melanie Wagenfort, Geschäftsführerin Heimatboost
"Bei uns wird wirklich investiert"
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Für das Heimatboost-Netzwerk haben sich etwa 20 große Unternehmen aus der Region zusammengeschlossen, zum Beispiel Salvus Mineralquelle aus Emsdetten, Apetito aus Rheine oder Coppenrath und Wiese aus Mettingen. Sie beteiligen sich zusammen an Start Ups, die mit ihren Ideen überzeugen. Dabei sei es wichtig, dass die Produkte zu den Zielen der Vereinten Nationen für Nachhaltigkeit passen. Je nach Fall gibt es zwischen 50.000 und 500.000 Euro.

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Melanie Wagenfort, Geschäftsführerin Heimatboost
"Ideen für eine bessere Welt finanzieren"
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beemo: Vom Start Up zum Player

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Dass Start Ups aus der Region sich erfolgreich etablieren, zeigt das Beispiel des IT-Unternehmens beemo. Das erste Produkt der Firma war der digitale Radroutenplaner Naviki. Heute hat die App hohe siebenstellige Nutzerzahlen. Die Basis war ein Forschungsprojekt an der Fachhochschule Münster in Steinfurt. Daraus entwickelten Professor Gernot Bauer und seine Mitarbeiter im Jahr 2011 eine Geschäftsidee:

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Prof. Gernot Bauer, Geschäftsführer Beemo
"Vom Forschungsprojekt zum Business"
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Prof. Bauer macht sich nebenbei selbständig, zusammen mit zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern. Auch die Fachhochschule Münster ist von Anfang an an dem Unternehmen beteiligt.

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Prof. Gernot Bauer, Geschäftsführer Beemo
"Fachkräfte und Wissenstransfer durch FH"
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Inzwischen hat das Unternehmen etwa 20 Mitarbeitende und namhafte Kunden wie Volkswagen oder den Naturschutzbund NABU. Das große Ziel der Gründer ist immer noch das selbe: Menschen für das Radfahren zu begeistern und damit zur Verkehrswende beizutragen.

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Smart Home im Trend

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„Alexa, öffne RADIO RST!“ So starten viele in der Region in den Tag. Per Sprachbefehl das Radio anstellen oder die Heizung von unterwegs mit dem Handy aufdrehen – Smart Home ist im Trend. Knapp die Hälfte der Haushalte in Deutschland nutzt mindestens eine Smart-Home-Anwendung, zeigte eine aktuelle Umfrage des Branchenverbandes Bitcom. Und da geht noch mehr, sagt Sven Fahne, Smart-Home-Experte und Geschäftsführer der Firma IGSplus in Rheine.

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Sven Fahne, IGSplus in Rheine
"Smartes Beleuchten, Verschatten und Heizen"
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Sicherheit ist für viele Hausbesitzerinnen ein Grund, smarte Technologien einzubauen. Ein weiterer ist das Energiesparen. Das geht zum Beispiel im Sommer mit einer intelligenten Beschattung, sagt Experte Sven Fahne.

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Sven Fahne, IGSplus in Rheine
"Mit smarter Verschattung weniger klimatisieren"
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Auch die Heizung lässt sich so steuern, dass sie deutlich weniger verbraucht. Gleichzeitig steigt der Stromverbrauch durch die Smart-Home-Anwendungen. Eine Studie im Auftrag der Verbraucherzentralen geht davon aus, dass sich der CO2-Ausstoß bei einem Einfamilienhaus mit Smart-Home-Ausstattung um bis zu zehn Prozent reduziert. Bei den Kosten für Strom und Heizung spart der Modell-Haushalt bis zu 140 Euro im Jahr. Smart-Home-Experte Fahne aus Rheine geht davon aus, dass die smarten Anwendungen in Zukunft immer effizeinter werden.

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