
Vor allem im Berufsverkehr nehmen immer mehr Autofahrer die Abkürzung durch das Vogelschutzgebiet, sagt die Bürgerinitiative "Schutz der Rieselfelder - Ruhe im Schilf". Sie hat letztes und dieses Jahr jeweils an einem Tag im April den Verkehr gezählt und einen Anstieg um sechs Prozent festgestellt. Damit steige auch die Zahl totgefahrener Vögel und Ringelnattern im Bereich Coermühle und Hessenweg. Die Initiative fordert, dass die Stadt die Straße für den Durchgangsverkehr sperrt, mindestens aber Tempo 30. An das vorgeschriebene Tempo 50 halte sich ohnehin kaum jemand. Naturschützer von der Biologischen Station in den Rieselfeldern unterstützen den Vorstoß der Bürgerinitiative. Deren Mitglieder haben vor, weiter mit selbstgemalten Schildern und bunten Plakaten auf die Ruhestörung im Schutzgebiet hinzuweisen. Oder sie halten Autofahrer an, um sie auf das Thema anzusprechen.