
Laut Machbarkeitsstudie sind die Preise konkurrenzfähig, auch im Vergleich zu einer Wärmepumpe. Die Wärme soll aus Biogas und Windstrom stammen, also aus Quellen vor Ort. Von global gehandelten fossilen Energien wie Erdgas und Öl und deren Preissteigerungen ist das Netz damit weitgehend unabhängig.
455 Gebäude im Ortskern
Das Potenzialgebiet umfasst 455 Gebäude zwischen Mühlenbach und Bußmannsbach, unter anderem entlang der Ibbenbürener Straße und der Riesenbecker Straße. Das bestehende Netz der Gläsernen Heizzentrale wird integriert. Dadurch sind auch Anschlüsse entlang der Lindenstraße und im Wohngebiet Eschgarten möglich. Welche Gebäude genau dazugehören, soll eine Wärmekarte auf www.waermewerk-saerbeck.de zeigen, sobald die Website online ist.
Vertragsangebote von November bis März 2027
Das Waermewerk Saerbeck macht von November bis März 2027 Vertragsangebote für den Anschluss. Dabei wird die bisherige Heizung durch einen Wärmetauscher ersetzt. Bei der Bürgerversammlung erläutern Bürgermeister Tobias Lehberg, Martin Sammler (Leiter der Stabsstelle Klimakommune), Andreas Bennemann (Leiter des Planungsamts) sowie Vertreter der Initiativgruppe Wärmegenossenschaft und der SaerGas die Konditionen und Preise für die Vorverträge.
Erste Wärme Ende 2028 geplant
Im März 2027 soll feststehen, ob genügend Anschlussverträge zustande kommen. Das ist die finale Entscheidungsgrundlage für den Gemeinderat. Liegt im April der Zuschlag für die Stromeinspeisung aus der Heizzentrale vor, können Planung und Bau in Straßen mit ausreichend hoher Anschlussquote beginnen. Die ersten Wärmelieferungen sind für Ende 2028 geplant.
