
Mobile Impf-Teams seien in einem Flächenkreis wie dem Kreis Steinfurt flexibler und näher an den Menschen als ein Standort in der Mitte. Denkbar seien auch kleinere stationäre Einrichtungen für überschaubare Zeiträume.
Politischer Schlingerkurs
Das Impfzentrum am FMO ist, wie alle in NRW, seit Ende September geschlossen. Das war politischer Wille. Jetzt fordert ausgerechnet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, die Zentren wieder zu öffnen.
Machbar? Ja - Wünschenswert? Nein
Am FMO wäre das denkbar, jedoch nicht „mal eben“. Die Pläne sind noch da. Damit und mit den Erfahrungen der vergangenen Monate wäre es grundsätzlich möglich, das Zentrum wieder aufzubauen, doch das hält niemand beim Kreis Steinfurt mehr für den richtigen Weg. Inzwischen sei die Koordinierende Impfeinheit des Kreises so weit, dass schnelle Lösungen überall und zu jeder Zeit denkbar seien.
Münsterlandweiter Schulterschluss
Der Kreis Steinfurt steht damit nicht allein da: Die Landräte der Münsterlandkreise und Münsters Oberbürgermeister sind geschlossen dagegen, die Impfzentren wieder zu öffnen. Das sei nicht das geeignete Mittel, um das Impfgeschehen voranzubringen, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Münsterlandweit gebe es im Bundesvergleich überdurchschnittliche Impfzahlen – die Impfbereitschaft der Bevölkerung sei sehr hoch. Es gehe auch darum, die niedergelassene Ärzteschaft und deren eigene Infrastruktur nicht zu schwächen.