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Impfpflicht durch die Hintertür
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Impfpflicht durch die Hintertür

Die Bundesregierung wird keine Impfpflicht einführen, um das Corona-Virus zu bekämpfen. Doch der Druck steigt, wenn Airlines, Hotels oder Restaurants auf einen Impfnachweise bestehen.

Veröffentlicht: Mittwoch, 16.12.2020 13:01

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Keine Impfpflicht

Werden alle Menschen in Deutschland gegen Corona geimpft, gehen die Infektionszahlen runter und die Einschränkungen werden abgeschafft – Ziel erreicht. Natürlich gibt es auch Menschen, die eine Impfung aus gesundheitlichen Gründen nicht vertragen und deshalb nicht geimpft werden. Und dann gibt es Menschen, die eine Impfung schlicht ablehnen. Einen Impfzwang wird es nicht geben, hat die Bundesregierung gesagt.

Keine Chance ohne Impfung

Der Druck sich impfen zu lassen wird trotzdem steigen, wenn beispielsweise Airlines nur noch Menschen in ihre Flieger lassen, die einen Impfnachweis vorzeigen. So ein Vorgehen würde sich beliebig ausbreiten lassen auf Hotels, Bars, Restaurants, Freizeitparks und, und, und. Die australische Fluggesellschaft Qantas hat schon angekündigt, für Interkontinentalflüge eine Impfpflicht für die Passagiere einzuführen. Auch in Deutschland wäre das rechtlich möglich, sagt der Rechtswissenschaftler Professor Oliver Lepsius von der Uni Münster.

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Professor Oliver Lepsius
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Eine Grenze wird gezogen, wenn jemand diskriminiert wird aufgrund seines Geschlechts, seiner sexuellen Orientierung oder seiner Herkunft. Auch wenn es rechtlich O.K. ist, einen Impfnachweis zu fordern, stellt sich die ethische Frage.

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Professor Oliver Lepsius
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Die Situation wird sich jedoch automatisch entspannen, sagt der Professor, wenn die Herdenimmunität erreicht ist. Denn etwa zwei Drittel der Deutschen lassen sich wohl freiwillig impfen.

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