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Igel-Dummys sollen Mähroboter sicherer machen
© crashtest-service.com GmbH
Igeldummy mit Skelett
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Igel-Dummys sollen Mähroboter sicherer machen

Immer wieder sind sie nachts unterwegs und gefährden dabei die Igel: Mähroboter. Oft erkennen sie Igel nicht. Ein Unternehmen aus Münster will mit Igel-Dummys helfen, die Geräte sicherer zu machen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 21.05.2026 13:36

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Münsteraner wollen Igel helfen

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Sie sind wirklich praktisch: Sie erledigen eine anstrengende Arbeit wie von selbst, sie sind leise, sie können rund um die Uhr arbeiten - nur gefährden sie damit auch andere Lebewesen: Die Rede ist von Mährobotern. Für viele sind sie inzwischen unverzichtbar geworden, um den Rasen regelmäßig zu schneiden. Der Haken: Sie erkennen im Dunkeln nur wenig, Igeln wird das immer wieder zum Verhängnis. Sie werden von Mährobotern überfahren. Der Dummy-Hersteller crashtest-service.com GmbH aus Münster will das ändern: Mit lebensechten Igel-Dummys sollen Mähroboter darauf trainiert werden, Igel auch im Dunkeln zu erkennen.

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Igel-Dummys könnten Igel retten

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Seit knapp über einem Jahr werden in Münster lebensechte Igel-Dummys produziert, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Peter Schimmelpfennig:

"Dieser Igel hat das gleiche Gewicht wie ein echter Igel. Der Igel hat die gleichen Weichteilgewebe wie ein echter Igel, das heißt gleiche Hysterese-Eigenschaften. Wenn man entsprechend Druck auf den Igel ausübt, hat er die gleiche Eindrückung wie ein echter Igel. Ja, er hat ein Nadelfell wie ein Igel. Augen, Nase, Und sieht optisch entsprechend auch vergleichbar aus und hat sogar ein Skelett, vergleichbar mit einem realistischen Igel."

Selbst Wärme strahlt der Igel-Dummy ab. Wenn Mähroboter-Hersteller diesen Dummy nutzen, können sie Sensoren in ihrem Gerät testen und die Geräte so entwickeln, dass sie auch im Dunkeln Igel erkennen und vor ihnen halten oder ausweichen.

"Das Ziel ist natürlich, dass die Hersteller von sich aus sichere Mähroboter entwickeln und unser Igel da vielleicht einen kleinen Beitrag zu geleistet hat, dass zukünftige Mähroboter stehen bleiben oder ausweichen und somit viele hunderte tausende Igel wahrscheinlich nicht unter die messerscharfen Klingen von den Mährobotern gekommen sind."
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Stadt Münster setzt auf Nachtfahrverbot

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Bislang gibt es nach Wissen von Schimmelpfennig noch keinen Mähroboter auf dem Markt, der dank des Dummys nachts keinen Igel mehr überfährt, es gibt allerdings einige Hersteller, die den Dummy in ihren Tests nutzen.

Damit Igel nicht den scharfen Klingen zum Opfer fallen, hat die Stadt Münster sogar ein Nachtfahrverbot ausgesprochen. Ein Bußgeld musste bislang niemand zahlen, stattdessen bemerkt die Stadt, dass sich Bürgerinnen und Bürger selbst melden, um zu fragen, was erlaubt und möglich sei, um die Igel besser zu schützen.

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Auffangstation in Rheine versorgt verletzte Igel

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Der Kreis Steinfurt appelliert, auf Igel und andere Wildtiere Rücksicht zu nehmen und den Mähroboter nur tagsüber laufen zu lassen. Eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang sollten die Geräte stoppen und erst eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang weiterfahren. Wer im Kreis Steinfurt einen verletzten Igel findet, wendet sich an die Wildtierauffangstation in Rheine (05971/9919858, konniholzmann@gmx.de). Sie nimmt verletzte Igel auf. Auch eine Nachricht per WhatsApp an 0162 /8219488 (bitte mit Foto und Postleitzahl) ist möglich.

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