
Am 1. August schreibt das Berufskolleg im Herzen Ibbenbürens ein Stück Geschichte. In einer feierlichen Zeremonie wird es in "Margot Friedländer Berufskolleg" umbenannt, ein bedeutendes Zeichen der Würdigung und Erinnerung. Margot Friedländer hat die Schrecken des Holocaust überlebt und sich ihr Leben lang den Themen Menschlichkeit, Toleranz und Demokratie gewidmet. Mit der Umbenennung will das Berufskolleg genau diese Werte bewahren und an die nächste Generation weitergeben.
Zeichen für Vielfalt und Toleranz
„Unsere Schule hat sich längst einen Namen gemacht, wenn es darum geht, Vielfalt zu leben und gegen Rassismus und Ausgrenzung aktive Zeichen zu setzen“, sagt Schulleiterin Vera Winkler stolz. Die Initiative zur Namensänderung haben Schülerschaft und Lehrerkollegium gemeinsam ins Leben gerufen. Die Schülerinnen und Schüler und das Lehrpersonal tragen die Überzeugungen Friedländers weiter, indem sie Akzente für eine offene und gerechte Gesellschaft setzen. Der Margot Friedländer Stiftung, die deutschlandweit acht Schulen - mit vier in Nordrhein-Westfalen - die Verwendung des Namens gestattet hat, liegt es besonders am Herzen, die Mission ihrer Namensgeberin zu stärken.
Neben der Umbenennung plant das Berufskolleg zahlreiche Projekte und Veranstaltungen, um die Idee einer toleranten und respektvollen Gesellschaft in den Mittelpunkt zu stellen. Über verschiedene Workshops und Aktionen wird das Thema der Schulgemeinschaft und darüber hinaus den Menschen in Ibbenbüren näher gebracht.