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Ibbenbüren: Streit um Schulbusse
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Ibbenbüren: Streit um Schulbusse

An der Janusz-Korczak-Förderschule in Ibbenbüren gibt es Streit um den Schulbusverkehr. Deshalb sind zuletzt einige Fahrten ausgefallen. Der Kreis Steinfurt hat für alle betroffenen Familien seit Freitag (20.03.2026) Ersatzbusse organisiert.

Veröffentlicht: Freitag, 20.03.2026 11:59

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Der Reisedienst Alkemeyer aus Recke verlangt vom Kreis Steinfurt mehr Geld. Inhaberin Stefanie Tennigkeit sagt, mit dem, was sie dem Kreis Steinfurt vor vier Jahren angeboten habe, könne sie nicht mehr kostendeckend arbeiten. Letztes Jahr hätten die Schulbusse ein Minus von 30.000 Euro gemacht. Der Grund seien vor allem der gestiegene Mindestlohn und die Spritpreise. Die Kinder mit sozial-emotionalem Förderbedarf werden in kleinen Gruppen in Bullis gefahren, jeweils mit einem Fahrer und einer Begleitperson. Sie habe den Kreis Steinfurt mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass sie bald keine Löhne mehr zahlen könne, sagt die Unternehmerin im RADIO RST-Interview. Der Kreis Steinfurt habe aber nicht mehr gezahlt als vereinbart. Deshalb hat sie letzte Woche den Betrieb eingestellt.

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Kreis Steinfurt: "Können nicht mehr zahlen"

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Betroffen sind etwa 70 Schülerinnen und Schüler der Förderschule. Der Kreis Steinfurt habe sich um Ersatz gekümmert, sagte ein Sprecher auf RADIO RST-Anfrage. Seit Freitag seien für alle Schülerinnen und Schüler Ersatz-Busse organisiert, erstmal bis zu den Osterferien. Das Unternehmen sei um Rückmeldung gebeten worden, ob es nach den Ferien den Betrieb wieder aufnehme. Mehr zahlen könne der Kreis Steinfurt nicht, weil das andere Bus-Unternehmen benachteiligen würde. Außerdem seien die gestiegenen Personalkosten teilweise aufgefangen worden, in Höhe der durchschnittlichen Anpassung im Westfalen-Tarif (2023/24 Erhöhung um 3,65 Prozent, zu 2024/25 um 5,97 Prozent und zu 2025/26 um 5,29 Prozent).

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