Hunde erschnüffeln Corona

Der Cocker Spaniel Joe aus Riesenbeck erschnüffelt Corona. Seine Trefferquote liegt dabei höher als die der Labortests.

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Durch Spürhunde werden Corona-Test möglicherweise bald schneller, günstiger und sogar zuverlässiger. Das hat die Bundeswehr dank des Know-Hows eines Hörstelers rausgefunden. Hans Ebbers aus Riesenbeck hat die Studie dazu mit durchgeführt. Er erklärt: Viele andere Länder setzen bei den Tests schon länger auf die Schnüffler.

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Hans Ebbers ist Polizist in Münster und hat dort lange Hunde ausgebildet. Außerdem ist er im Hundesportverein Ibbenbüren-Bockraden aktiv. Für das Corona-Training hat er ein eigenes Übungsgerät plus App entwickelt. Es gibt viele Vorteile. Zum Beispiel, dass die Hunde direkt eine Rückmeldung geben.

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Die Trefferquote liegt sehr hoch, bei 94 bis 96 Prozent. Und das nach bislang nur einer Woche Training. Es ginge also noch mehr, sagt der Hunde-Coach aus Hörstel. Einer der Gründe: Tests im Labor sind teilweise kontaminiert oder der Abstrich wurde nicht richtig gemacht. Dadurch ist die Quote ein wenig schlechter als bei den Hunden. Die Tiere eignen sich besonders für Großveranstaltungen oder an Flughäfen, sagt der Hundetrainer. Einen sofortigen Umstieg von den bisherigen Tests auf Hunde fordert er nicht. Das schlauste wäre für ihn, wenn wir beide Methoden miteinander kombinieren.

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Obwohl das Ergebnis der Studie so erfolgreich war, werden die Hunde der Bundeswehr erstmal nicht in der Praxis eingesetzt. Andere Länder sind da weiter: Belgien plant gerade, die Hunde an Flughäfen einzuführen. Trainiert haben die Tiere bei Hans Ebbers zu Hause am Dortmund-Ems-Kanal in Hörstel. Mit unschädlich gemachten Corona-Viren.

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