
Hotel und Gaststättenverband rechnet erst 2025 mit Erholung
In der Gastronomie komme es auf gute Sicherheitskonzepte an. Saalbetriebe dürften übers Jahr 60% weniger Umsatz machen, nur einigen gehe es gut. Jeder Zweite Gastro-Betrieb im Kreis Steinfurt kämpft um das Überleben.
Veröffentlicht: Dienstag, 06.10.2020 03:54
Hotels, Restaurants und Kneipen brauchen bis 2025, um sich von der Corona-Krise zu erholen. Davon geht der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband aus. Corona überleben nur die mit einem guten Sicherheits-Konzept und überschaubaren finanziellen Verpflichtungen. „Wer schicke kleine Räume hat, wo man beim Essen gemütlich und abgeschieden sitzt, hat bessere Chancen,“ sagt Olaf Kerssen vom DEHOGA-Kreisverband Steinfurt. Die 4- bis 500 Saal-Betreiber im Kreis Steinfurt leiden unter abgesagten Feiern und Buffets. Kerssen rechnet dort mit bis zu 60% Umsatz-Einbußen.
Belüftungskonzepte
In der RADIO RST-Region entscheiden Belüftungskonzepte in der Gastronomie über die Existenz. Davon ist der Hotel- und Gaststättenverband im Kreis Steinfurt überzeugt. Wenn möglich, stellen Gastronomen ein CO²-Messegeräte auf, damit die Gäste sehen, wie gut gelüftet ist. „Viele denken auch über Luftfilteranlagen nach,“ sagt Olaf Kerssen vom DEHOGA-Kreisverband Steinfurt. Der Verband kläre noch, ob und inwieweit es Fördergeld gibt.
Weihnachtsfeiern
Viele Weihnachtsfeiern und Weihnachtsmärkte werden wegen Corona abgesagt. „Stattdessen dürften mehr kleinere Gruppen essen gehen,“ sagt der DEHOGA-Kreisvorsitzende Kerssen aus Tecklenburg. Die Speise-Gastronomie werde profitieren, während Saalbetreiber Nachteile haben. „Die Gäste gucken jetzt, wer eine gute Be- und Entlüftung hat,“ sagt Kerssen. "Fenster auf" reiche Vielen nicht.
