
Die Staatsanwalschaft wirft der Frau vor, nichts gegen den Missbrauch ihres Sohnes durch ihren Lebensgefährten unternommen zu haben, obwohl sie davon wusste. Einer ihrer Verteidiger plädierte auf sechs Jahre Gefängnis. Der andere bat um eine milde Strafe. Außerdem sieht es die Staatsanwaltschaft als erwiesen an, dass die Münsteranerin bei einem Urlaub 2019 in Dänemark Sex mit ihrem Lebensgefährten im Beisein des Jungen hatte und es anschließend zum Missbrauch kam.
Die Angeklagte hatte kurz vor den Plädoyers überraschend noch ein Teilgeständnis abgelegt. Sie gab zu, ab Oktober 2019 den Missbrauch für möglich gehalten zu haben. Sie sei aber nicht in der Lage gewesen, die Beziehung zu beenden. In ihrem letzten Wort äußerte die 31-Jährige ihr Bedauern.
Das Urteil fällt am 6. Oktober.