
Seit dem Weihnachtshochwasser stehen ganze Landstriche unter Wasser. Wo normalerweise Felder sind, wirkt es örtlich wie eine Seenlandschaft. Was manche schön finden, macht anderen Sorgen. Landwirtinnen und Landwirte fürchten um ihre Ernte. Winterweizen und Wintergerste gehen kaputt, wenn sie schon ausgetrieben haben und dann tagelang unter Wasser stehen, hieß es auf RADIO RST-Nachfrage beim Grünen Zentrum in Saerbeck. An anderer Stelle treibt die Saat gar nicht erst aus.
Feldarbeit seit Oktober unmöglich
Im Ackerbau bleibt jetzt nur noch die Möglichkeit, nachzusähen, sobald Flächen wieder befahrbar sind. Die Problematik hat sich schon lange vor dem Hochwasser angekündigt, sagte uns eine Sprecherin in Saerbeck. Nachdem es im Juli und August immer wieder geregnet hatte, wurde im Herbst vieles schon nicht ausgesät. Die Landwirtinnen und Landwirte kamen nicht auf Felder. Der viele Regen ab Oktober hat das noch verschärft.
Retten, was geht
Jetzt heißt es warten, bis das Wasser weg ist und dann Sommergetreide aussähen so schnell es geht. Die Ernte für Wintergerste, -weizen und -tritticale beginnt Ende Juni und wird der Landwirtschaft nicht viel einbringen. Sommergetreide bringt per se weniger Ertrag. In der Landwirtschaft wissen sie jetzt schon, was das bedeutet – bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern kommt es später an.