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Hochwasser deckt Problem auf
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Hochwasser deckt Problem auf

Dass in Laer beim Hochwasser Keller vollgelaufen sind, hatte nicht nur mit dem Hochwasser selbst zu tun. Die Gemeinde ist mit einem Ingenieurbüro den Gründen für die Kanalüberlastung auf der Spur und hat weitere mögliche Ursachen gefunden.

Veröffentlicht: Mittwoch, 17.01.2024 13:17

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Falsch eingeleitetes Wasser hat beim Hochwasser möglicherweise den Abwasserkanal überlastet. Vor allem im Bereich Grüner Weg und Heiligenfeld waren dadurch zwischen Weihnachten und Neujahr Keller vollgelaufen. Dass fast klares, geruchloses Wasser aus dem Abwasserkanal kam, zeigt für die Gemeinde Laer, dass Regenwasserrohre und Drainagerohre im Ort falsch angeschlossen sind. Ohne die riesigen Regenmengen wäre das vermutlich nie aufgefallen.

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Dauerregen hat Problem aufgedeckt

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So liegt folgender Schluss nahe: Sind Drainagerohe unerlaubterweise an den Abwasserkanal angeschlossen, gelangt Regenwasser ins Abwasser – bei viel Regen viel Regenwasser. Gleiches gilt für Dachrinnen, wenn die Regenfallrohe falsch angeschlossen sind. In vielen Orten gab es früher nur einen Kanal, in den alles eingeleitet wurde. Mittlerweile ist ein getrenntes System für Regenwasser und Abwasser Standard, nur nicht alle haben damals bei ihren Häusern umgerüstet, als die Umstellung kam.

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Zwei Gründe gegen Regenwasser im Abwasser

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Erstens: Aus kommunaler Sicht ist Regenwasser im Abwasser unerwünscht, denn es belastet Kläranlagen unnötig. Regenwasseranschlüsse an den Abwasserkanal sind daher unzulässig.

Zweitens: Die neuen Erfahrungen zeigen, dass beim Hochwasser andere die Zeche bezahlen, wenn ihre Keller volllaufen.

Die Gemeinde strebt daher an, dass die falschen Anschlüsse behoben werden.

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Nicht „mal eben“ gemacht

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Das ist nicht „mal eben“ gemacht und geht nicht ohne Mithilfe der privaten Eigentümerinnen und Eigentümer. Haushalte an Straßen, wo Falschanschlüsse zu vermuten sind, bekommen demnächst Post, denn grundsätzlich ist die Einleitung von Regen- und Drainagewasser in den Schmutzwasserkanal verboten. Die Gemeindewerke werden über die Problematik aufklären und darum bitten, innerhalb bestimmter Fristen die Fehlanschlüsse zu beheben.

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…Kontrolle ist besser

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Gleichzeitig sind Kontrollen mit „Kanalnebel“ möglich: Dabei wird Nebel in den Abwasserkanal eingeleitet. Steigt er dann in Dachrinnen auf, ist der Fall klar. Außerdem prüfen Fachleute, wie sich der Kanal bei Bedarf mit Notüberläufen entlasten lässt. Grundsätzlich ist das Kanalnetz in Laer aufnahmefähig genug – wenn nicht zu viel falsch eingeleitet wird.

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