
Hebammen in der Region sind ausgelastet
Am Weltkindertag (20.11.) stellt die Hochschule für Gesundheit in Bochum eine Studie zur Hebammenversorgung vor. Jeder, der schon mal auf der Suche nach einer Hebamme ahnt wahrscheinlich schon das Ergebnis: Eine Hebamme zu finden ist gar nicht so einfach.
Veröffentlicht: Dienstag, 19.11.2019 17:14
Das hat uns auch eine Sprecherin des Hebammennetzwerkes Münsterland gesagt. Die Kapazitäten der Hebammen bei uns ist jetzt schon bis Mitte nächsten Jahres ausgeschöpft. Das liegt vor allem daran, dass immer weniger junge Leute Geburtshelfer werden wollen. Denn die begehrten festen Stellen sind selten geworden. In den letzten Jahren haben viele Krankenhäuser ihre Geburtsstationen geschlossen. Das war zum Beispiel in Borghorst und Greven so und auch in Emsdetten bevor das ganze Krankenhaus geschlossen wurde.
Den Schritt in die Selbständigkeit als Hebamme wagen viele nicht, weil er mit Risiken verbunden ist. Außerdem - das kennen wir schon von den Landärzten - sind die Arbeitszeiten bescheiden: Wenn ich mich als selbständige Hebamme ohne Kollegen um schwangere Frauen kümmere, bin ich rund um die Uhr in Rufbereitschaft. Deshalb arbeiten Hebammen oft in einer Praxis zusammen. Außerdem haben Hebammen in vielen Regionen ein Netzwerk gegründet, um sich gegenseitig zu unterstützen und um werdenden Eltern die Suche nach einer Hebamme zu erleichtern.
Wir haben mit einer Hebamme aus Greven über ihre Arbeit gesprochen. Das Gespräch hörst Du im Podcast.