
Haushaltslage der Orte im Kreis Steinfurt
Im Kreis Steinfurt hat kein Ort einen ausgeglichenen Haushalt. Die finanzielle Lage ist laut Städte- und Gemeindebund NRW alarmierend. Nur 16 Kommunen in ganz NRW haben ihre Ausgaben mit Einnahmen gedeckt – keine davon liegt im Kreis Steinfurt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 24.04.2025 06:39
Im Kreis Steinfurt hat aktuell kein Ort einen ausgeglichenen Haushalt – das zeigen sich auch im Alltag. Höhere Park- oder Müllgebühren, knapperes Geld für Schulen oder Spielplätze: Die finanzielle Lage ist laut Städte- und Gemeindebund NRW alarmierend. Nur noch 16 von insgesamt 427 Kommunen in Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr in der Lage gewesen, ihren Haushalt auszugleichen - also ihre Ausgaben aus den Einnahmen zu decken. Das geht aus einer Antwort des Düsseldorfer Kommunalministeriums auf eine Anfrage aus der SPD-Landtagsfraktion hervor. Keine Kommune davon liegt im Kreis Steinfurt. Emsdetten hat beispielsweise ein Minus von knapp 20 Millionen Euro. Die Stadt hatte schon Anfang 2024 die Parkgebühren erhöht. Jetzt nimmt sie Geld aus der Rücklage. So macht es auch Horstmar. Hier beträgt das Minus 630.000 Euro.
Plus und Minus in den Kassen
17 Kommunen waren der Auflistung zufolge bereits überschuldet. Das heißt, ihr Eigenkapital war verbraucht. Laut der jüngsten Haushaltsumfrage des Städte- und Gemeindebunds NRW gehen 240 Kommunen davon aus, bis 2028 ihre letzten finanziellen Reserven verzehrt zu haben.
- Einen ausgeglichenen Haushalt hatten den Angaben zufolge zum Jahresende 2024: Duisburg, Essen, Velbert, Dormagen, Rommerskirchen, Moers, Düren, Langerwehe, Schleiden, Zülpich, Lindlar, Bornheim, Südlohn, der Hochsauerlandkreis, Marsberg und Schwerte.
- Überschuldet waren: Mülheim, Oberhausen, Remscheid, Solingen, Inden, Nümbrecht, Windeck, Castrop-Rauxel, Gladbeck, Herten, Oer-Erkenschwick, Waltrop, Hagen, Herne, Hattingen, Witten und Altena.