
Kreishandwerkerschaft: "Unkomplizierte Förderung erhalten! Handwerkerbonus bleibt wichtig"
Die Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf fordert die Beibehaltung des Handwerkerbonus, der es Privathaushalten ermöglicht, Handwerkerleistungen steuerlich abzusetzen. Damit widerspricht sie der Kritik des Bundesrechnungshofs, der die Wirksamkeit des Steuerbonus infrage gestellt hatte. Für Hauptgeschäftsführer Frank Tischner ist der Bonus ein einfacher und effektiver Anreiz, um legale Handwerksaufträge zu fördern, Arbeitsplätze zu sichern und Schwarzarbeit einzudämmen.
Handwerkerbonus: Ein bewährtes Instrument für Verbraucher und Handwerk
Der Handwerkerbonus, eingeführt im Jahr 2006, erlaubt Privathaushalten, 20 Prozent der Arbeitskosten für Sanierungen, Renovierungen und Reparaturen bis zu einem Höchstbetrag von 1.200 Euro pro Jahr steuerlich geltend zu machen. Nach Angaben des Bundesrechnungshofs nutzten 2024 rund zwölf Millionen Steuerzahler diese Regelung, wodurch insgesamt 2,4 Milliarden Euro erstattet wurden. Tischner sagt, dass die Steuerermäßigung nicht nur Verbraucher direkt unterstützt, sondern auch die Wertschöpfung und Einnahmen im Handwerk steigert.
Kritik am Bundesrechnungshof: Schwarzarbeit effektiv bekämpfen
Die Kreishandwerkerschaft widerspricht der Einschätzung des Bundesrechnungshofs, der den Bonus als „unwirksame Subvention“ bezeichnete. Tischner argumentiert, dass der Bonus Aufträge in legale Bahnen lenkt und zusätzliche Steuern sowie Sozialabgaben generiert. Eine Abschaffung des Steuerbonus wäre ein fatales Signal an Verbraucher und Handwerksbetriebe. Stattdessen sollten andere Themen wie die Reform der Sozialversicherungssysteme Priorität haben.