
Für die meisten Handwerksbetriebe in der Region ist das vergangene Jahr gut gelaufen. Der Höhepunkt sei vermutlich erreicht, für dieses Jahr erwarten sie ein Umsatzplus von zwei Prozent. Das hat Frank Tischner, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, beim jährlichen Mediengespräch gesagt. Nur sechs Prozent der Betriebe halten ihre Zukunftsaussichten für schlecht.
Herausforderung Mensch
Der Fachkräftemangel macht den Handwerkern nach wie vor zu schaffen. Der werde sich auch nicht durch die Flüchtlinge auffangen lassen, die in den letzten Jahren nach Deutschland gekommen sind, sagt Tischner. Das Handwerk bildet auch hier in der Region erfolgreich junge Flüchtlinge aus. Das größte Problem dabei ist der theoretische Teil, bedingt durch mangelnde Sprachkenntnisse. Auch im Ausland ist die Kreishandwerkerschaft aktiv und leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Sie unterstützt Projekte in Südafrika, Mosambik und Jordanien.
Herausforderung Digitalisierung und Umwelt
Die Digitalisierung nimmt auch im Handwerk einen immer größeren Platz ein. Da geht es zum Beispiel um vorausschauende Wartung. Der Heizungsinstallateur bekommt automatisch die Daten der Anlagen seiner Kunden gesendet und meldet sich, wenn Wartungen anstehen. Tischner meint, dass die Digitalisierung, anders als in vielen Industriebetrieben, im Handwerk kein Jobkiller wird. "Das Handwerk und seine Menschen werden die Gewinner der Digitalisierung sein."
Für die zukunftsgerechte Ausbildung, wird die Kreishandwerkerschaft die Lehrwerkstätten in Rheine modernisieren. Im Fokus der Kreishandwerkerschaft stehen dabei Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Das spielt vor allem beim Hausbau eine immer wichtigere Rolle und reicht von der Wärmedämmung bis zur Energiespeicherung.
Herausforderung Coronavirus
Das Coronavirus hat weltweit Auswirkungen auf die Wirtschaft. Bei den Betrieben im Bereich der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf sind die Folgen bis jetzt jedoch überschaubar:

