
Dass Peking den Yuan abgewertet hat, macht Produkte aus China weltweit günstiger - ein Plus für Importeure. Firmen mit eigener Produktion in China haben dagegen das Nachsehen - auch ihre Produkte sinken im Preis. Im Bereich der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen in Münster haben gut 250 Unternehmen Handelsbeziehungen nach China. Dass Agrarprodukte aus den USA es jetzt auf dem chinesischen Markt schwerer haben, wird vielleicht zum Vorteil für deutsche Exporteure.
Greift die Handelskrise auf Asien über?
Unternehmen in der RADIO RST-Region beobachten, ob der Preisverfall für Produkte aus China auf weitere Märkte in Asien übergreift. Der Handelskrieg zwischen den USA und China betrifft auch Firmen hier bei uns mit Handelskontakten nach Übersee. Gut 250 im Bereich der Industrie- und Handelskammer Nordwestfalen in Münster betreiben Handel mit China, gut 120 mit den USA. Bis Mai liefen die Geschäfte konstant, hieß es auf RADIO RST-Nachfrage in Münster. Grund zur Panik gebe es auch jetzt noch nicht. Zwei Drittel des Auslandsgeschäfts machen die Im- und Exporteure auf dem EU-Binnenmarkt.
Der Brexit interessiert die Unternehmen mehr
Ein möglicher Ausstieg der Briten aus der EU beschäftigt die Wirtschaft in der RADIO RST-Region mehr als der Handelsstreit zwischen den USA und China. Zwei Drittel des Auslands-Geschäfts läuft über die europäischen Märkte. Das wirkt sich unmittelbarer aus, hieß es auf RADIO RST-Nachfrage bei der Industrie- und Handelskammer Nordwestfalen in Münster. Für die Unternehmen hier bei uns sind zwei Termine in nächster Zeit besonders spannend: Im September verhandeln Washington und Peking über ein Handelsabkommen. Ende Oktober (31.10.) entscheidet sich, ob und wie es zum Brexit kommt.