
Grenzübergreifende Zusammenarbeit gegen Trockenheit
Bei uns in der Region arbeiten Behörden und Verbände grenzüberschreitend zusammen, um Strategien gegen die Trockenheit zu entwickeln. Die Kreise Steinfurt, Borken, Emsland und Grafschaft Bentheim arbeiten dabei mit der Provinz Gelderland und der Universität Twente in Enschede zusammen.
Veröffentlicht: Freitag, 04.10.2024 06:16
In Zukunft wird es immer öfter lange Trockenheitsphasen geben. Wie sich Behörden und Verbände für diese Lage rüsten und zusammenarbeiten, steht im Mittelpunkt eines deutsch-niederländischen Projekts.
Deutsche und Niederländer entwickeln in der Grenzregion Münsterland und südwestliches Niedersachsen gemeinsame Strategien gegen die Trockenheit in der Wasserwirtschaft. Ein Hauptziel des Projekts sei die Verbesserung der Koordinierung zwischen Behörden und Wasserverbänden sowie der Wissensaustausch über die Landesgrenzen hinweg, sagte ein Sprecher des deutsch-niederländischen Kommunalverbandes Euregio in Gronau. Im Kern wolle das Projekt "Dürrestrategien in der Wasserwirtschaft" (DIWA) das Management zum Umgang mit Trockenheitsperioden verbessern, hieß es. Unter anderem werden dabei auch Niederschlags- und Grundwassermessungen automatisiert. Damit sei unter anderem eine bessere Vorhersage möglich. Daneben sind auch Pilotprojekte zum Umgang mit Wassermangel geplant sowie die Erstellung eines digitalen Leitfadens.
Das aus EU-Mitteln finanzierte Projekt mit einem Volumen von 6,5 Millionen Euro läuft von 2024 bis 2027. Neben Wasserverbänden aus den Niederlanden, der Provinz Gelderland und der Universität Twente in Enschede nehmen unter anderem auch die Kreise Borken und Steinfurt und die niedersächsischen Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim teil.