
In Osnabrück haben Greenpeace-Aktivisten am Wochenende gegen Billigfleisch in Supermärkten protestiert. Sie haben unter anderem Flyer verteilt. Auf diesen stand: "Supermärkte müssen handeln. Schluss mit Billigfleisch!" Greenpeace kritisiert, dass der größte Teil des angebotenen Frischfleischs von Tieren aus klimaschädlicher und tierschutzwidriger Haltung komme. Eine Abfrage bei Supermärkten habe gezeigt, dass 88 Prozent des Fleischs im Handel mit den Haltungsformen 1 oder 2 gekennzeichnet seien.
Laut freiwilliger Kennzeichnung des Handels entspricht die erste Haltungsform "Stallhaltung" lediglich den gesetzlichen Mindestanforderungen. Fleisch, das mit der Stufe 2 - "Stallhaltung plus" - gekennzeichnet ist, sichert Tieren unter anderem mindestens zehn Prozent mehr Platz und zusätzliches Beschäftigungsmaterial. Die Stufe 3 "Außenklima" garantiert Tieren noch mehr Platz und Frischluft-Kontakt. Erst bei Stufe 4 haben sie Auslaufmöglichkeiten im Freien. Auch Biofleisch soll in diese Stufe eingeordnet werden.