
Nach Auswertungen des EU-Klimawandeldienstes „Copernicus Climate Change Service“ ist der Oktober 2023 im globalen Trend mit durchschnittlich +1,7 Grad der heißeste, seit der Zeit vor der Industrialisierung (18. Jahrhundert). Ein erneuter Hitzerekord der zur Folge hat, dass die Gefahr von Extremwetterereignissen wie die verheerenden Waldbrände in Kanada oder die Überschwemmungen in Libyen mit tausenden Toten weiter steigt.
Die Vergleichsdaten haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Auswertungen von Eisbohrkernen, Baumringen und Korallenablagerungen entnommen. Einer der Auslöser der Hitzerekorde ist der weiter extrem hohe globale CO2-Ausstoß. Falls dieser auch in Zukunft in diesem Maße ausfällt, wird die EU das „1,5 Grad Ziel“ weit verfehlen. Bei der jetzigen Höhe der globalen CO2-Emissionen steuern wir auf ein Plus von mehr als 2,8 Grad zum Ende des Jahrhunderts zu.
Ein weiterer Grund für die extrem hohen Werte im Jahr 2023 ist das Wetterphänomen „El Nino". Dies tritt alle 2 bis 7 Jahre auf und befördert heiße Luftströme des erwärmten Ostpazifiks zu uns nach Europa. Der neue Hitzerekord und seine Folgen wird auch das Top-Thema bei der UN-Klimakonferenz COP28 Ende des Monats in Dubai sein.