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Ein Mähdrescher fährt über ein Feld und erntet es ab.
© Symbolbild: PxHere
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Vorgezogene Ernte

Vorgezogene Ernte

Veröffentlicht: Donnerstag, 16.07.2026 14:27

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Im Kreis Steinfurt läuft die Getreide-Ernte drei Wochen früher an als sonst und das ist ein schlechtes Zeichen. Die Bauern haben Angst, dass Hitze und Dürre ihnen alles verderben. Weizen, Roggen und Triticale bringen bei Dürre weniger, kleinere und schlechtere Körner. Die Bauern müssen jetzt ernten, um überhaupt noch verwertbare Erträge zu haben. „So eine Belastung wie zur Zeit haben wir selten gehabt,“ sagt der WLV-Kreisvorsitzende Albert Rohlmann aus Hörstel. Beim Mais spricht er von einer Katastrophe. Fällt bis Montag kein Regen, drohen massive Ausfälle. Zwischen dem 10. und 20. Juli braucht der Mais mindestens zehn Liter Wasser, sonst bestäubt er sich nicht. "Die Nerven liegen blank," sagt Rohlmann - auch mit Blick auf Marktpreise und Betriebskosten.

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Wasserentnahme-Verbot macht es nicht schlimmer

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Dass der Kreis Steinfurt jetzt verboten hat, Wasser aus Bächen und Gräben zu pumpen, trifft die Wenigsten. Wer beregnet, tut das meistens mit Grundwasser und das Verbot bezieht sich nur auf Oberflächenwasser. Betriebe, die viel beregnen müssen, wie beispielsweise Obstbau oder Gemüse-Anbau gibt es kaum im Kreis Steinfurt. Darum gibt es auch kaum Genehmigungen für Grundwasserentnahme. Seit den Dürresommern 2018 und 2019 haben die Landwirte Erfahrungswerte, wie mit solcher Trockenheit umzugehen ist, sagt Rohlmann.

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Mehr Wasser in den Gräben halten

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Schon seit dieser Zeit werden Überlegungen immer konkreter, was zu tun ist, um Wasser mehr in der Fläche zu halten. Denkbar wäre zum Beispiel, Gräben so umzubauen, dass Wasser langsamer abfließt und dem Feld damit länger zur Verfügung steht. Bei 4.800 Kilometern Entwässerungsgräben allein im Kreis Steinfurt ist das eher ein Generationenprojekt, sagt Rainer Kappelhoff von der Arbeitsgemeinschaft der Wasser - und Bodenverbände. Abgesehen vom Planungs- und Umsetzungs-Aufwand gehe es auch um viel Bürokratie, die dem entgegen steht. Der Westfälisch Lippische Landwirtschaftsverband und die Landwirtschaftskammer versuchen deshalb gemeinsam, in Düsseldorf Gehör für das Thema zu finden, denn die Zeit drängt.

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