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Gesundheitsämter kochen ihr eigenes Daten-Süppchen
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Gesundheitsämter kochen ihr eigenes Daten-Süppchen

Die deutschen Gesundheitsämter verarbeiten und tauschen ihre Daten während der Corona-Krise oft nicht effizient und auf den unterschiedlichsten Wegen aus. Viele vertrauen auf ihre eigene, als auf eine gemeinsame Software - auch in unserer Region.

Veröffentlicht: Donnerstag, 03.12.2020 04:00

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Manche Gesundheitsämter füllen Listen auf Papier aus, arbeiten mit Excel-Tabellen und senden ihre Daten per E-Mail oder sogar noch per Fax. Mitte November haben Bund und Länder beschlossen, dass langfristig die digitale Plattform „Sormas“ eingesetzt wird. Die hat das Helmholtz-Institut entwickelt. Geplant ist, dass bis Ende des Jahres 90 Prozent der Gesundheitsämter das System verwenden.

Zurzeit nutzen knapp 80 der rund 400 Gesundheitsämter „Somas“ schon freiwillig. In anderen Ländern läuft die Software längst großflächig, wie beispielsweise in Nigeria, Ghana oder Nepal. Die Schweiz und Frankreich verwenden sie künftig ebenfalls.

Der Gesundheitsdienst für den Landkreis und die Stadt Osnabrück arbeitet mit einer eigenen Software und das bleibt so, sagt Burkhard Riepenhoff.

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Burkhard Riepenhoff
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Auch der Kreis Steinfurt hat zu Beginn der Corona-Krise eine eigene Software entwickelt. Die läuft gut und wird auch weiter genutzt. Hilfe vom Bund hat es dafür nicht gegeben, sagt Karlheinz Fuchs vom Krisenstab.

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Karlheinz Fuchs
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Technische Wünsche bleiben für den Krisenstab trotzdem noch offen.


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Karlheinz Fuchs
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Zurzeit werden die Daten über das Informationssystem der Gesundheitsämter weitergegeben. Aus Münster hat es zur Digitalisierung im Gesundheitsamt keine Antworten gegeben - zu viel Stress gerade.

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